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"Ursula-Mädchen" unterstützen Kinder aus Migrationsfamilien
Kategorie: Pädagogik Erstellt am Donnerstag, 10. März 2011 13:06 Zugriffe: 473

Der Profilkurs Pädagogik/Philosophie der Jahrgangsstufe 9 an der Ursulaschule Osnabrück hat seit Ende Oktober 2010 regelmäßig die Schüler des vierten Jahrgangs der Stüveschule Osnabrück im Förderunterricht unterstützt. Die Stüveschule ist eine Grundschule und steht in Kooperationspartnerschaft mit dem Gymnasium Ursulaschule Osnabrück.
Sie liegt im Schinkel und wird von einem besonders hohen Anteil an Schülern mit Migrationshintergrund besucht. Die Schüler, welche oft noch Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache haben, kommen aus 14 Herkunftsländern. Durch gezielte Förderprogramme erhalten die Kinder die Chance, ihre Kenntnisse so weit auszubauen, dass sie dem deutschsprachigen Unterricht ohne größere Probleme folgen können. Ein weiteres Element ist die umfangreiche Förderung der Schüler im Ganztagsschulprogramm durch verschiedene Angebote im sozialen, emotionalen, musischen, kulturellen und sportlichen Bereich.
Da im Fach Deutsch die größten Defizite bei den Schülern bestehen, gibt es dafür einen Deutsch-Förderunterricht, an welchem wir, die „Ursula-Mädchen“ (so nannten uns spontan einige Kinder der Stüveschule), regelmäßig teilgenommen haben. Während unserer Arbeit haben wir verschiedene Methoden ausprobiert, um die Kinder beim Lernen effektiver zu unterstützen. Unter anderem gab es den DAZ-Koffer (Deutsch als Zweitsprache). Dieser enthielt viele Spiele, mit welchen die Schüler in Kleingruppen Grundlagen der deutschen Sprache in eher spielerischer Kommunikation eigenständig erlernen konnten. Außerdem haben sie viel mit dem Deutschbuch gearbeitet, mit dem sie sowohl Diktate und Grammatik als auch sinnentnehmendes Lesen geübt haben. Der Deutschunterricht wurde teilweise durch Arbeiten mit dem Computer und das Erlernen geografischer Grundkenntnisse erweitert.
Der Mathe-Förderunterricht wird von acht Schülern der vierten Klasse besucht. Oft werden Aufgaben aus vorherigen Schuljahren wiederholt, um die Rechenmethoden zu festigen. Unsere Aufgabe war es, den Kindern bei Fragen zur Verfügung zu stehen und bei Bedarf zu helfen. Je nach Anlass werden auch Aufgaben aus dem aktuellen Themenbereich durchge-nommen, wie zum Beispiel Aufgaben im 1000-Bereich und die Arbeit am Zahlenstrahl. Um den Unterricht abwechslungsreicher und interessanter zu gestalten, bereiteten wir eine „Spielstunde“ vor. So konnten wir den Kindern zeigen, dass sich durch das Spielen geeigneter Spiele besser, leichter und nachhaltiger lernen lässt.
Insgesamt war die Zusammenarbeit mit den Schülern eine sehr interessante Erfahrung, die uns die Möglichkeit gab, unser theoretisches Wissen aus der achten Klasse über die Entwicklung des Kindes und seine Art zu Lernen nun praktisch anzuwenden. Uns hat es sehr viel Spaß gemacht, die Kinder individuell zu fördern und ihre positiven Entwicklungsschritte mit zu verfolgen. Die Herausforderung bestand darin, sich bei den Kindern Respekt zu verschaffen als auch eine gute Lernatmosphäre für sie aufzubauen.






