Ursulaschule Osnabrück

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Drehtürmodell (1)

Zum Konzept des Drehtürmodells in der Ursulaschule

Die Ursulaschule ermöglicht auf mehreren Wegen, dass „Schüler mit besonderen Begabungen und hohen kognitiven Fähigkeiten […] bei uns herausfordernde Lernangebote, die ihren Interessen entsprechen und ihre Begabungen zur Entfaltung bringen“, erhalten (aus dem Schulprogramm). Neben Arbeitsgemeinschaften bieten wir verschiedene Projekte in ganz unterschiedlichen Richtungen – Naturwissenschaft Technik, Kunst, auf Praxis bezogen und kreativ - an, zum Teil in Kooperation mit Hochschule und Universität, beteiligen uns an Wettbewerben und helfen unseren Schülerinnen und Schülern mit Rat und Tat, ihre Ziele zu erreichen.

Unser Drehtürmmodell stellt einen dieser Wege dar. Es wendet sich an begabte Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 bis 10, die in einem oder mehreren Fächern schneller und intensiver lernen als ihre Lerngruppe. Sie verlassen den Fachunterricht in Absprache mit den jeweiligen Fachlehrern für zwei bis vier Wochenstunden, um selbst gewählte oder ihnen vorgeschlagene Themen selbstständig zu bearbeiten. Die Ergebnisse können z. B. bei einem Wettbewerb eingereicht oder der Schulgemeinschaft vorgestellt werden.

Das Drehtürmodell als Projektarbeit

1. Zielsetzung

Interessierte und begabte Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 6 bis 10 erhalten im Rahmen einer Binnendifferenzierung die Möglichkeiten,

  • während des Vormittags
  • in bestimmten, zuvor festgelegten Wochenstunden des Stundenplans und
  • in einem bestimmten Zeitraum (unmittelbar nach den Herbstferien bis zu den Osterferien)

an einem selbst gewählten oder von Lehrern vorgeschlagenen Projekt zu arbeiten. Zu diesem Zweck darf der reguläre Unterricht verlassen werden. Das Ziel dieses Projektes liegt darin, den betreffenden Schülerinnen und Schülern einen Freiraum

  • für Erkundungen,
  • für problem- und ergebnisorientiertes Arbeiten und
  • für experimentelle Forschungen zu geben,

die ihren Interessen entsprechen. Dabei steht die relative Eigenständigkeit der Schülerinnen und Schüler im Vordergrund. Allerdings erfolgt durchweg und kontinuierlich eine fachliche, methodische und pädagogische Betreuung über Lehrer und Lehrerinnen der Ursulaschule. Vorzugsweise begleiten diejenigen Lehrer und Lehrerinnen das Projekt, die der jeweiligen Thematik nahe stehen bzw. den oder die Schülerin vorschlugen. Es empfiehlt sich meist, dass diese Lehrer die jeweiligen Schüler bereits aus dem Klassenunterricht kennen. Dies ist jedoch nicht Voraussetzung. Die Schülerarbeit sollte möglichst, wenn auch nicht notwendig, in Stunden gesichert werden, in denen der jeweilige Fachlehrer des Schülers unterrichtsfrei hat („Springstunde“). Dies sollte verstärkt in experimentell arbeitenden Projekten der Fall sein.

2. Auswahl der Schülerinnen und Schüler

Aufgrund der Empfehlungen in den jeweiligen pädagogischen Konferenzen der einzelnen Klassen werden gezielt Schülerinnen und Schüler von dem betreffenden Fachlehrer bzw. Klassenlehrer auf das Projekt angesprochen. Andererseits können motivierte Schülerinnen und Schüler bis zu den pädagogischen Konferenzen auch selbst bei dem Klassenlehrer oder einem Fachlehrer ihr Interesse anmelden.

3. Arbeitsweise

Die Arbeit findet zum einen in der Schule statt (Schülerbibliothek, Jugend-forscht-Raum), doch können auch - falls sinnvoll – andere Orte außerhalb der Schule nach vorheriger Absprache gewählt werden (Bibliotheken, Archive, Fußgängerzonen, Gebäude etc.).

In diesem Projekt, das keine AG darstellt, können Schülerinnen und Schüler je nach Aufgabe und Untersuchungsgegenstand einzeln oder – besser noch – in Teams zusammenarbeiten. Da die Arbeitsweise nicht über eine AG organisiert ist, können auch sehr kleine Teams und einzelne Schüler – zudem über einen begrenzten Zeitraum von ca. ½ Jahr (Herbst bis Ostern) - versorgt werden.

4. Themen

Grundsätzlich können alle an der Ursulaschule unterrichteten Fächer Themen und Arbeitsweisen zur Arbeit im Projekt anbieten. Insbesondere zu begrüßen aber sind fächerübergreifende Fragestellungen. Darüber hinaus können auch Gruppen eingerichtet werden, die nicht fächerbezogen oder -übergreifend gedacht sind (Beispiel: musikalische Gottesdienstbegleitung).

Die Themen können zum einen von den interessierten Schülerinnen und Schülern frei gewählt werden. Andererseits kann auch der Fachlehrer oder können – fachübergreifend – mehrere Fachlehrer bzw. Fachobleute gemeinsam Themen vorschlagen, die dann aus unterschiedlichen Perspektiven und Fragestellungen erarbeitet werden können. Beispiele können sich aus dem Unterricht ergeben oder frei gewählt werden, etwa das Thema „Licht“ aus künstlerischer, naturwissenschaftlicher, technischer Perspektive.

Präsentation der Ergebnisse

Je nach Thema ergeben sich unterschiedliche Möglichkeiten der Präsentation der Ergebnisse. Die Präsentation ist ein notwendiger Bestandteil des Drehtürmodells und sollte mit den betreffenden Schülerinnen und Schülern frühzeitig besprochen werden. Sicherzustellen ist, dass Formen der Präsentation, sowohl in technischer Sicht als auch in ihrer methodischen Bedeutung, im Grundsatz bekannt sind und den Schülern zur Verfügung stehen.

Formen der Präsentation

  • Arbeiten im Rahmen des Drehtürmodells sind zum einen grundsätzlich möglich zur Ergänzung des Fachunterrichts. Es sollte aber bedacht werden, dass diese Arbeiten nicht den üblichen Referaten Konkurrenz machen. Denn im Allgemeinen sind Komplexität, Reichweite und Tiefe der Ergebnisse der Projektarbeit aufgrund des Zeitaufwandes beträchtlich ausgeprägter. Zudem ist die Zielsetzung der Projektarbeit nicht durchweg mit denen der Unterrichtsreferate gleichzusetzen. Dennoch gibt es Schnittmengen, die genutzt werden sollten, wo immer dies sinnvoll ist. Dabei kann gedacht werden an Spezialthemen, die sich anbinden lassen an den Unterricht, ohne dass diese im Unterrichtsplan notwendig vorgesehen sind.
  • Damit ergäbe sich die Möglichkeit, die Ergebnisse der Klasse – möglicherweise auch dem gesamten Jahrgang - vorzustellen. Eine Benotung, die eingehen kann in die Jahresnote eines Faches, ist denkbar.
  • Wie in den letzten Jahren praktiziert, ist an Akademieabende im Drehtürmodell zu denken, die der interessierten Öffentlichkeit angeboten werden und in deren Rahmen Arbeiten von den betreffenden Schülerinnen und Schülern vorgestellt werden. Aber auch Alternativen an Vormittagen sind denkbar, wie sie sich seit einigen Jahren etwa in der Oberstufe in Form von „Akademie-Vormittagen“ etabliert haben. Dort werden ausgewählte Arbeiten von ihren Verfassern einer größeren Schulgemeinschaft vorgestellt.
  • Die letztgenannte Möglichkeit kann ergänzt werden durch Ausstellungen, die mit den Schülern sorgfältig vorbereitet sein müssen, und der Schulgemeinschaft bzw. den Eltern (etwa während Tagen der offenen Tür oder Eltersprechtagen) offenstehen.
  • Veröffentlichungen ergeben sich weiterhin im Rahmen der Jahresberichte, der Homepage oder sogar – gesammelt und unter bestimmter Thematik – in Form von Sonderdrucken, wie sie vor Jahren schon praktiziert wurden („Bärendienste“).
  • Die Teilnahme an Wettbewerben wird von uns begrüßt und gefördert. Im Rahmen des Drehtürmodells können Arbeiten zu Wettbewerben bzw. Vorbereitungen für Wettbewerbe erstellt und getroffen werden.

Klauss

„ ,Liebe Schülerinnen und Schüler, chères élèves, dear students! ‘Ich höre die Lautsprecherdurchsage durch unsere Schule klingen und bekomme innerlich einen Anfall, ich hasse Fremdsprachen.“

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Drehtürmodell aktuell

Im Schuljahr 2012/13 arbeiten im Drehtürprojekt die Schülerinnen und Schüler:

Jahrgang 6:

Marlon Seidel
Björn Köllmann-Haverkamp
Die Ursachen für den ersten Kreuzzug (1096-1099)

Jahrgang 10:

Sara Krösche
Emma Möhlenkamp
Lara Sommerhage
Jugend und Alkohol (Arbeitstitel)

Impressum

Ursulaschule Osnabrück

Kleine Domsfreiheit 11-18
49074 Osnabrück
Telefon: 0541 - 318701
Fax: 0541 - 318711
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Schulleiter: Rolf Unnerstall

Schulträger

Schulstiftung im Bistum Osnabrück
Domhof 2
49074 Osnabrück

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