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Berlin MINT 400

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Wir, drei Mädchen, drei Jungs und zwei Lehrer unserer Schule, hatten uns am Donnerstagmorgen auf den Weg nach Berlin gemacht, um bis Samstag an der Tagung „MINT 400 – das Hauptstadtforum“ teilzunehmen. Nach einer mäßig angenehmen Zugfahrt im Trinkerabteil der Ü40-Jährigen erreichten wir sicher den Berliner Bahnhof Ostkreuz.

Von dort führte uns Herr Schwegmann souverän zu unserem Hostel. Dieses konnte hauptsächlich durch seine exzellente Lage in Friedrichshain bestechen. Nachdem alle Freunde, die durch vorherige MINT-Fahrten kennengelernt wurden, begrüßt wurden, bahnten wir uns unseren Weg durch das leider recht nasse Berlin bis hin zum „Kosmos“. Dieses ist eigentlich ein Kino, für die 500 angereisten Lehrer und Schüler wurde es jedoch zu einem „MINT-Erlebnispark“. Denn insgesamt 36 Aussteller aus Wirtschaft, Bildung und Forschung präsentierten vielfältige MINT-Studien- und Berufsmöglichkeiten. Dabei standen sie nicht nur Rede und Antwort, sondern ließen die Teilnehmer auch einiges selbst machen: Glücksrad drehen, mysteriös blubbernde und brodelnde Getränke zu sich nehmen und anderes - es war für jeden etwas dabei.

Selbstverständlich wurde jedoch auch für das leibliche Wohl gesorgt. Mit Kartoffelsuppe, Kuchen, Butterbrezeln (zu Herrn Gieschens Begeisterung waren diese tatsächlich mit Butter gefüllt) und kostenlosen Getränken wurden alle Teilnehmer gestärkt, bevor es zur offiziellen Eröffnung und dem zuvor angewählten Fachvortrag ging. In diesen konnte man etwas über neueste Forschungsergebnisse sowie über die alltägliche Arbeit der jeweiligen Naturwissenschaftler lernen. So stellte beispielsweise der Referent im Vortrag über Meeresbiologie seine Forschungsergebnisse über Gezeitenkraftwerke und den Klimawandel vor. Ein weiterer Vortrag handelte von den mathematischen Hintergründen bei der GPS-Ortung von Handys.

Auch nach dem offiziellen MINT-Programm verfolgten uns die Naturwissenschaften bis in die Abendstunden, wir machten uns auf den Weg in die „Zyankali-Bar“. Auch hier zahlten sich die Schwegmannschen Ortskenntnisse aus, erreichten wir doch unser Ziel wesentlich schneller als die von Herrn Gieschen angeleitete Gruppe. Der Weg hat sich jedoch gelohnt, denn wer kann schon von sich behaupten, einmal ethanolhaltige Getränke aus Bechergläsern, Reagenzgläsern oder Pipetten zu sich genommen zu haben? Von der chemischen Umgebung überwältigt haben wir uns dann doch schnell in die „normale“ Nachbarkneipe zurückgezogen und noch ein paar Runden Doppelkopf gespielt.

Am Folgetag fuhren wir gemeinsam mit der U- und S-Bahn zu unseren Workshop-Orten (z. B. das Schülerlabor NatLab oder der TOTAL-Turm am Hauptbahnhof). Die dabei zurückzulegenden Wege erfreuten insbesondere die Mitschüler mit Blasen an den Füßen. Insgesamt gab es 34 Workshop-Angebote, da hatte man angesichts der interessanten Themen die Qual der Wahl. Überall hat die Arbeit mit den interessierten und motivierten Leuten viel Spaß gemacht. Besonders aber das eigenständige Arbeiten an „echten“ Forschungsstudien gab uns einen guten Einblick in das „Naturwissenschaftler-Dasein“. Der Aussage unseres Referenten nach zu urteilen, scheint das auch ziemlich fesselnd zu sein, hat er doch nach eigenen Angaben kein Privatleben mehr, sondern widme sich einzig und allein seiner Arbeit. Ob wir es dann auch einmal so weit kommen lassenwerden,  wird sich zeigen.   

Zum krönenden Abschluss trafen sich alle Teilnehmer noch einmal im Kosmos, um einen spannenden Vortrag über Raumfahrt zu hören. Dieser wurde von Thomas Reiter gehalten, der von seinen Ausflügen und Forschungen im All erzählte, gezeigt wurden auch viele Videos aus der ISS. Er war insgesamt 350 Tage im Weltraum! Weiterhin wurden einige Preise verliehen, hierbei entpuppte sich der Gewinner des internationalen Chemiewettbewerbes als Zimmergenosse unserer Jungs. Als absolutes Highlight lässt sich aber die Moderation von Ralf Caspers vermerken. Er war uns gutbekannt aus der „Sendung mit der Maus“ und „Wissen macht Ah“ und konnte somit jeden mit seinen Sprüchen begeistern.

Alles in allem hat sich die Berlinfahrt zur MINT 400 wirklich gelohnt. Unser gemeinsames Freizeitprogramm, aber vor allem die interessanten MINT-Aktivitäten haben uns viel Freude bereitet und waren in jedem Fall ein eindrucksvolles Erlebnis.

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