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Erst ein Jahr dabei und schon ein Gewinner!

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Erster Platz bei Jugend-forscht-Regionalwettbewerb.

Marcel Gausmann (9b) hat sich gefühlt „immer schon“ für Chemie interessiert und so ist er seit Beginn bei der Forscher-AG dabei. Den schwierigsten Part, ein passendes Thema zu finden, konnte er schnell abschließen. Er griff einfach auf das Thema seines Drehtür-Modell-Vortrags zurück: „Chemolumineszenz“. Für alle, die nicht in den Genuss des Vortrags gekommen sind, hier eine kleine Erklärung: Chemolumineszenz nennt man ein Phänomen, bei dem Licht (den Harry Potter-Fans war die Verbindung zu Lumos! schon aufgefallen) durch eine chemische Reaktion erzeugt wird. Passiert dies in einem biologischen Organismus (z. B. Glühwürmchen, Algenarten und Tiefseefischen), nennt man es Biolumineszenz.

Marcel stellte sich nun die Frage, was eine Temperaturerhöhung (Stichwort „Erderwärmung“) bei der Lumineszenz bewirkt, kurz: Leuchten Glühwürmchen in wärmeren Sommern anders als bisher?

Die Glühwürmchen werden es ihm danken, dass er nicht dazu überging, sie tatsächlich für Tierversuche zu engagieren, sondern sich stattdessen ein chemisches Modellsystem mit gleicher Fragestellung anschaute. Den geeigneten chemischen Stoff „Luminol“ kannte er bereits aus seiner Drehtür-Modell-Arbeit.

Jetzt musste „nur“ noch die Temperaturabhängigkeit untersuchen.

Im Prinzip nicht schwer, wenn man das passende Messgerät hat. Doch dieses ist teuer und so musste improvisiert werden. Zunächst wurde das Auge benutzt, doch hier sah man nur, dass eine Temperaturerhöhung die Reaktion beschleunigte, d. h. es hörte schon nach kurzer Zeit zu leuchten auf. Für Intensitätsunterschiede war das Auge als „Messinstrument“ ungeeignet. Auch das „Luxmeter“ aus der Energiekiste war zu ungenau. Nach vielen Versuchen fand Marcel schließlich eine Möglichkeit die Intensität der Chemolumineszenz aussagekräftig zu messen. Er benutzte dazu das schuleigene Photometer und wandelte den Messabbau ab. Mit seinen Messungen fand Marcel heraus, dass die Leuchtintensität bei höheren Temperaturen zunimmt. Er vermutete, dass dies mit dem unterschiedlichen Zerfall von Wasserstoffperoxid zu tun hat und führte ein entsprechendes Experiment durch, dass seine Vermutung bestätigte.

Marcels Experimente lassen vermuten, dass Glühwürmchen in wärmeren Sommern intensiver Leuchten werden.

Die Jury fand seine Arbeit preiswürdig und verlieh ihm den ersten Platz im Regionalwettbewerb.

Nun heißt es Mitte März auf nach Clausthal-Zellerfeld, wo er im Landeswettbewerb mit den Erstplatzierten der anderen Regionen Niedersachsens konkurrieren wird. Viel Erfolg!

Hast Du auch Lust auf Entdeckungen? Werde Jungforscher! Für Fragen zu Jugend forscht (ab 15 Jahren) oder Schüler experimentieren (bis 14 Jahren) steht Frau Zink als Ansprechpartner zur Verfügung.

luminol.jpg
Die Reaktion von Luminol mit Wasserstoffperoxid führt zu einem bläulichen Leuchten.

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