beraten
Erstellt am Mittwoch, 25. August 2010 17:44
Beratungslehrer
Keine Schule ohne Probleme: Für die kleineren und größeren Nöte unserer Schülerinnen und Schüler stehen sechs Beratungslehrerinnen und Beratungslehrer als Ansprechpartner zur Verfügung. Die Gespräche sparen kein Thema aus: Lernschwierigkeiten, Freundschaft, Ich-Findung, Konflikte mit Gleichaltrigen, Eltern oder Lehrern, schulische oder private Kümmernisse mögen als Beispiele dienen. Im Mittelpunkt des Gespräches steht immer der Einzelne mit seinem Anliegen. Selbstverständlich ist der Beratende an die absolute Pflicht zur Verschwiegenheit gebunden. Was im Beratungsraum besprochen wird, verlässt diesen auch nicht, es sei denn, der Ratsuchende gestattet dies ausdrücklich. Unsere Beratungslehrerinnen und Beratungslehrer haben eine zweijährige Zusatzausbildung absolviert, in der u.a. ihre Wahrnehmungsfähigkeit und Gesprächsführung geschult wurden. Sie sind zu regelmäßiger Supervision verpflichtet und nehmen alle zwei bis drei Jahre an Fortbildungsmaßnahmen teil. Beratung bedeutet häufig eine verstehende Begleitung des Ratsuchenden durch die Brille des Außenstehenden. Manchmal sind die Schwierigkeiten allerdings auch umfassender, so dass längerfristige Gespräche oder weiterführende Angebote zur Beratung nötig sind. Die Entscheidung hierüber liegt beim Ratsuchenden. Unsere Beratungslehrer wissen, dass eine gute Zusammenarbeit, in der jede und jeder sich ernst genommen fühlt, Voraussetzung für eine erfolgreiche Beratung ist. Die Beratungslehrer unterstützen auch das Miteinander in den Klassen und Lerngruppen. Bei Bedarf steht jeder Klasse pro Halbjahr ein „Klassentag“ zur Verfügung. Die Klasse verlässt den Schulraum für einen Tag und arbeitet – häufig unterstützt von einem Beratungslehrer – Fragen des Miteinanders auf. Gespräche sowie Rollen- und Gruppenspiele helfen, sich selbst und die Mitschülerinnen und Mitschüler besser wahrzunehmen und einander im Schulalltag zu respektieren und zu unterstützen. Auch Kolleginnen und Kollegen können die Unterstützung der Beratungslehrer in Anspruch nehmen; Gespräche zwischen den Kollegen über pädagogische Fragen sind Teil der Schulkultur.
Berufsorientierung
Das Konzept zur Berufsorientierung in der Ursulaschule enthält bereits viele tragfähige Elemente, ist aber weiterzuentwickeln und zu vernetzen. Ab dem Schuljahr 2008/2009 arbeitet eine Kollegin verantwortlich in diesem Bereich. Die bestehenden Elemente sind:
- Individuelle Berufsberatung durch die Agentur für Arbeit in der Schule
- Unterrichtsreihe „Bewerben und Vorstellen“ in der Jahrgangsstufe 9
- Betriebserkundungen in den Jahrgängen 11 und 12 (künftig 10 und 11) in Zusammenarbeit mit über 20 Unternehmen
- soziales Praktikum in Jahrgangsstufe 11 (künftig 10)
- Unterrichtsreihe im Fach Politik zur Berufs- und Arbeitswelt in der Jahrgangsstufe 11 (künftig 10) mit begleitendem Besuch im Berufsinformationszentrum (BIZ)
- Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Arbeitspsychologie der Universität Osnabrück; unter anderem mit dem Angebot eines Coaching in Gruppen- oder Einzelarbeit zur Identitäts- und Berufsfindung
- Seminar „Faszination Zukunft“ in der Jahrgangsstufe 12 (künftig 11) in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis der Ursulaschule (ehemalige Schülerinnen und Schüler)
- Präsentation der Universität Twente
angedacht:
- Zertifikat Berufsorientierung mit verpflichtenden Elementen; freiwilliges Betriebspraktikum im Jahrgang 10 (eine Woche vor und eine Woche in den Herbstferien)
SpidS-Projekt: Suchtprävention in der Schule
An diesem zweitägigen Projekt der Caritas Osnabrück nehmen unsere 7. Klassen teil. Aufklärung und Information der Schüler über Rauschmittel, Abhängigkeitsformen und Folgen des Drogenkonsums nehmen dabei einen wichtigen Anteil ein, doch das Projekt geht auch darüber hinaus. Mögliche Ursachen der Sucht sowie Motivationsfaktoren zum Umgang mit Rauschmitteln werden hinterfragt, um schülernah mit diesem Thema umzugehen.
Jungen und Mädchen arbeiten dabei in getrennten Gruppen, weil eine geschlechtsspezifische Herangehensweise wichtig ist. Dabei werden auch die Themen „Alkohol“ und stoffungebundene Abhängigkeitsformen (z.B. Essstörungen, Spielsucht) einbezogen. Ziel dieses Projektes ist es, im Sinne moderner suchtpräventiver Arbeit zu wirken: Die Auseinandersetzung mit dem Thema bleibt nicht bei der Warnung vor Gefahren und Risiken stehen, sondern zielt darauf ab, die Persönlichkeit zu stärken und Lebenskompetenz zu fördern.
Der Elternabend zu diesem Thema sowie ein Auswertungsgespräch der Caritas-Mitarbeiter mit dem Klassenlehrer und dem Klassensprecher runden dieses Projekt ab. Ein Projekttag in der Jahrgangsstufe 9 setzt die Auseinandersetzung fort.
Thematische Elternabende
Die Ursulaschule bietet thematische Elternabende an. Einmal im Schuljahr laden wir die Eltern eines Jahrgangs zu einem aktuellen pädagogischen Thema oder zu Erziehungsfragen ein. Nach einem Impulsreferat gibt es Gelegenheit zu Austausch und Diskussion. Die Themen der Elternabende sind:
- Lernen lernen (Klassen 5)
- Risiken und Gefahren neuer Technologien (Klassen 6)
- SpidS (Suchtprävention in der Schule) (Klassen 7)
- Pubertät – wenn Eltern anstrengend werden (geplant) (Klassen 8)
- Franziskus, der mit dem Wolf tanzt: Franziskanische Leitlinien heute (geplant) (alle Eltern)






