entwickeln
Erstellt am Mittwoch, 25. August 2010 18:18
Personalentwicklung
Als Schule in freier Trägerschaft entscheidet die Schulstiftung im Bistum Osnabrück über die Einstellung von Lehrerinnen und Lehrern. Die Schulstiftung bietet flexible Einstellungsbedingungen für Beamte der Schulstiftung, für aus dem öffentlichen Schuldienst beurlaubte Landesbeamte und für Angestellte. Bei Bedarf werden Verträge auch befristet. In einem Bewerbungsverfahren führt ein Team mit der Schulleiterin, dem stellvertretendem Schulleiter und den jeweiligen Fachobleuten die Auswahlgespräche und macht der bischöflichen Schulaufsicht einen Vorschlag. Der Schulträger entscheidet – in enger Abstimmung mit Schulleitung und bischöflicher Schulaufsicht.
Die Ursulaschule ist selbstverständlich und engagiert Ausbildungsschule für Studienreferendare (in jedem Schuljahr etwa drei bis sechs) und zahlreiche studierende Praktikanten. Ein Mitglied der Schulleitung und die jeweiligen Fachobleute sorgen für eine praxisnahe Begleitung. Jedem Referendar wird ein „Info-Heft“ mit Informationen überreicht, die auf seine Bedürfnisse abgestellt sind. Die Ausbildung geschieht in enger Abstimmung mit dem Osnabrücker Studienseminar; der regelmäßige Austausch (Treffen im Studienseminar; Teilnahme der Schulleitung bei allen Besonderen Unterrichtsbesuchen) führt zu gegenseitiger Bereicherung.
Das Fortbildungskonzept für die Lehrerinnen und Lehrer ist in enger Abstimmung mit dem Schulträger entwickelt worden. Für jeden neuen Kollegen verpflichtend ist ein dreitägiger „Einführungskurs“, in dem die Dienstgemeinschaft vorgestellt, ein Austausch unter den jungen Kollegen angeregt und Besonderheiten der Schule in bischöflicher Trägerschaft erarbeitet werden. Jedes Schuljahr steht unter einem Fortbildungsschwerpunkt (2006/2007: Individualisierung des Lernens; 2007/2008: an Kompetenzen orientierte Curricula). In fünf Dienstjahren hat jeder Lehrer zehn Fortbildungshalbtage nachzuweisen; die Hälfte davon können schulinterne Lehrerfortbildungen sein. An allen zentralen Fortbildungen der Landesschulbehörde (zu neuen Curricula, Fachmethoden, Themenschwerpunkten des Zentralabiturs) nehmen Vertreter der Fachgruppen teil.
In jedem Schuljahr finden ein bis zwei ganztägige schulinterne Lehrerfortbildungen statt. Neben der fachlichen und methodischen Weiterbildung werden Aspekte der Persönlichkeitsentwicklung, der Spiritualität und der Teamorientierung in den Mittelpunkt gestellt (Beispiele aus den letzten Schuljahren: SEIS – und was nun? Schwerpunkte der Schulentwicklung; Ursula und Franziskus: Tradition und Zukunft unserer Schulkultur; Individualisierung des Lernens: Vom Portfolio bis zum Schülersprechtag; Jetzt tu‘ ich was für mich – Entlastungsmöglichkeiten für Lehrerinnen und Lehrer; Anforderungen der modernen Textverarbeitung; Einführung in die Nutzung neuer Technik; Methodenlernen: Mit dem Schulcurriculum auf dem Weg zu Implementierung).
Supervision und Coaching sind anerkannte Elemente der Fortbildung. Für die Beratungslehrer sind regelmäßige Supervisionstreffen selbstverständlich. Das Schulleitungsteam nimmt seit Dezember 2007 (bis Oktober 2008) ein regelmäßiges Coaching in Anspruch, um Kommunikation und Arbeitsabläufe im Leitungsteam zu optimieren.
Die Schulleiterin führt mit allen Kollegen und Mitarbeitern regelmäßige Mitarbeitergespräche. Die Themen der etwa einstündigen, vertraulichen Gespräche legen die Schulleiterin und der Mitarbeiter, die Mitarbeiterin gemeinsam fest. Schwerpunkte können sein:
- Wünsche des Mitarbeiters nach Entwicklung und Fortbildung
- Austausch über Erfahrungen am Arbeitsplatz Schule
- Arbeitsschwerpunkte – gegenwärtig und zukünftig
- gegenseitige Beratung
- Vernetzung mit anderen Kollegen.
Zum Beispiel: Offenes Klassenzimmer
Um Austausch, Methodenvielfalt und Teamarbeit zu stärken, startete im Schuljahr 2007/2008 die Initiative „Offenes Klassenzimmer“. Kollegen laden Kollegen zum Besuch einer Unterrichtsstunde ein, um Fragen der Didaktik und Methodik sowie des Medieneinsatzes am konkreten Beispiel zu beraten und einander Anregungen zu geben. Bis zu drei interessierte Kollegen werden jeweils vom Unterricht freigestellt, um an der Unterrichtsstunde teilzunehmen und sich über das Erlebte auszutauschen. Für diesen Austausch hat die Schule Leitlinien zur Gesprächsführung konzipiert.
Zum Beispiel: Medienberater
Ein technisch versierter Kollege mit besonderem Interesse am Einsatz neuer Medien und Methoden hat die Aufgabe des Medienberaters übernommen. Er bietet in kleinen Gruppen Fortbildungsmodule zum Einsatz neuer Medien an und steht für Rückfragen aus dem Kollegium zur Verfügung. Ziel sind gleichermaßen Entlastung und Professionalisierung der Kollegen.
Zum Beispiel: Freiwilliges Soziales Jahr
Zum Schuljahr 2008/2009 hat der Schulträger der Ursulaschule einen Platz für einen Absolventen des Freiwilligen Sozialen Jahres zur Verfügung gestellt. Der „FSJler“ entwickelt nach eigenen Interessen und Fähigkeiten in enger Abstimmung mit der Schulleitung praxisnah das Konzept für seinen Einsatz. Ziel ist die Entlastung der Lehrerinnen und Lehrer von nicht-lehrenden Tätigkeiten und die bessere Vernetzung zwischen Schülern und Schulorganisation. Zurzeit zeichnen sich folgende Einsatzbereiche ab: Gestaltung der Mittagspause an langen Schultagen, Hausaufgabenbetreuung, Unterstützung von Klassenlehrern bei Klassenfahrten und Tagen religiöser Orientierung, Assistenz des Hausmeisters und des Sekretariates, Dokumentation des Schullebens, Unterstützung der Schülervertretung, insbesondere bei der Gestaltung und Nutzung des Schüleraufenthaltsraumes.
Evaluation
- SEIS (Selbstevaluation in Schulen) 2005; Auswertung 2006 in einer Schulinternen Lehrerfortbildung; geplant: SEIS 2009
- Dokumentation der Individuellen Lernentwicklung
- Notenspiegel
- regelmäßige Auswertungen im Schulleitungsteam; Dokumentation in Protokollen






