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Ursulaschule heute
Die Ursulaschule ist ein vierzügig geführtes Gymnasium im Herzen der Stadt Osnabrück. Die reizvolle Lage unseres Schulhauses am Ufer der Hase zwischen Dom, Theater und Rathaus verleiht unserem Bildungsanliegen überzeugend Ausdruck: Tradition und Moderne, Kultur und Natur gehen an unserer Schule bewusst eine Erziehungseinheit ein. Träger ist die Schulstiftung im Bistum Osnabrück. Kinder, Eltern und Lehrer entscheiden sich bewusst für uns als Schule in freier Trägerschaft. Christliche Werteorientierung bildet die gemeinsame Basis unseres Schullebens. Unsere Wertschätzung gilt den Menschen wie der Lebenswelt gleichermaßen. Erziehung zur Verantwortung ist für uns ein pädagogischer Grundsatz, der aus der christlich-franziskanischen Tradition unserer Schule erwächst: „Jede Begegnung mit dem anderen Menschen soll durch Wertschätzung seiner Person und seines konfessionellen und kulturellen Lebensraumes gekennzeichnet sein“ (Franziskanische Leitlinien). Unsere Schülerinnen und Schüler sollen sich von Lehrern und Mitschülern in ihrer Persönlichkeit angenommen wissen. In diesem Sinne fördern wir eine vielgestaltige Lern- und Leistungskultur, die es jedem Kind ermöglichen soll, Selbstständigkeit, Selbstbewusstsein und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln und in die Gemeinschaft einzubringen. So trägt jeder Einzelne zu der lebendigen Schulkultur bei. Die Ursulaschule besuchen Schülerinnen und Schüler katholischer und evangelischer Konfession; ein gutes ökumenisches Klima ist selbstverständlich. Ein Teil der Schulplätze steht selbstverständlich auch Schülern anderer Konfessionen oder ohne Bekenntnis offen, wenn sie sich bewusst zum Besuch der bischöflichen Schule entschließen.
Franziskanischen Leitlinien: Schwerpunkte
Die Franziskanischen Leitlinien sind Leitbild unseres Gymnasiums und Grundlage unseres pädagogischen Wirkens. In sechs Kapiteln stellen diese Leitlinien das Leben und Werk des Franz von Assisi in Momentaufnahmen vor und geben Impulse für das Leben in (Schul)Gemeinschaft. Wir zitieren zentrale Sätze; der vollständige Text findet sich im Anhang.
- Wie Franziskus müsste sich jeder auf den anderen Mensch wirklich einlassen und insbesondere eine Notlage des anderen erkennen und der Hilfe in einer aktuellen Not den Vorrang vor anderen Aufgaben einräumen.
- Sein Vorbild verlangt eine Absage an bloßes Karrieredenken, ein Abrücken von einer Bewertung des Menschen nach dem, was er leistet oder was er gesellschaftlich gilt.
- Jede Begegnung mit dem anderen Menschen soll durch Wertschätzung seiner Person und seines konfessionellen und kulturellen Lebensraumes gekennzeichnet sein.
- Bei Differenzen und Konflikten sollten die Standpunkte geklärt und Entscheidungen begründet werden. Franziskanische Erziehung will zum Frieden befähigen.
- Die Hinwendung zu Gott und den Menschen kann sich äußern als Einfachheit des Lebensstils, als Bereitschaft, das Streben nach Einfluss und Macht immer neu zu überprüfen; als das Bemühen, Wissen, Erfahrung und Amtsbefugnis nicht gegen den anderen auszuspielen; als Wegschenken von Zeit und Aufmerksamkeit; als sozialer Dienst für Benachteiligte; als gründliche Arbeit und als Bereitschaft, Belastungen auszuhalten; als Übernahme von Verantwortung in der Schüler-, Lehrer- und Elternvertretung; als Übernahme ungeliebter Aufgaben im Alltag.
- Für Franziskus spiegelt die Welt Gottes Allmacht, Weisheit und Güte wider und ruft zu Freude und Dankbarkeit auf. Deshalb müssen wir der Schöpfung ehrfürchtig und verantwortungsbewusst begegnen und sie als unsere Umwelt achten und schützen.
- Gottes Gegenwart offenbart sich auch, und zwar in besonderer Weise, in der Leiblichkeit und im Gemüt des Menschen. Insbesondere musisch-künstlerisches Gestalten vermittelt zwischen Pflicht und Neigung, zwischen Leistung und Entlastung und bereichert den Alltag.






