Ursulaschule Osnabrück

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Simplicius an der Ursulaschule

Das  Literatur- und Musikcafé der Ursulaschule präsentierte kürzlich die Veranstaltung „Simplicius geht in die Ursulaschule – ein literarisch-musikalischer Abend mit Texten zu Krieg und Frieden von Grimmelshausen bis Heiner Müller.“ Der gelungene Abend war das Produkt einer erfolgreichen Kooperation mit dem Theater Osnabrück.

Die Neue Osnabrücker Zeitung hat berichtet.

Für die Homepage der Ursulaschule schreiben Katja Osterburg und Benedikt Ni (beide Jahrgangsstufe 12), die am Projekt beteiligt waren:

 „Anno Domini eintausendsechshundertachtzehn wohnten 12 Millionen in Deutschland, lebten 12 Millionen Menschen in Deutschland. (…) Dreißig Jahre später: Anno Domini eintausendsechshundertachtundvierzig lebten nicht mehr 12 Millionen, lebten nur noch 4 Millionen Menschen in Deutschland.“

2012-03-18 litcafe3

Was klingt wie eine normale Geschichtsstunde, ist in Wahrheit die Einleitung zu Karl Amadeus Hartmanns Oper „Simplicius Simplicissimus“, die derzeit im Theater Osnabrück aufgeführt wird. Gleichzeitig ist es die Einleitung des 37. Literatur- und Musikcafés der Ursulaschule unter der Leitung von Dr. Asta-Maria Bachmann, das am 25. Februar 2012 zum ersten und am 13. März auch zum zweiten Mal in Kooperation mit dem Osnabrücker Theater vorgetragen wurde. Unter der Aufsicht von Musikdramaturgin Kathrin Liebhäuser studierte der Schauspieler Thomas Schneider zusammen mit den Schülern Katharina Harms, Katja Osterburg, Benedikt Ni, Luisa Hahn und Eva Westermann verschiedene Texte ein.
Gemeinsam lasen sie Ausschnitte aus dem Vorlageroman „Der Abentheuerliche Simplicissimus Teutsch“ oder auch „Simplicius Simplicissimus“ von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen aus dem Jahr 1668. Passend zum Oberthema „Krieg und Frieden“ werden in diesem Roman die Gräueltaten des Dreißigjährigen Krieges durch die Augen des naiven Kindes Simplicius Simplicissimus geschildert, der wie er selbst sagt, „so perfekt und vollkommen in der Unwissenheit [war], daß [ihm] unmöglich war zu wissen, daß [er] so gar nichts wußte“.
Simplicius verliert sein Zuhause, da der elterliche Hof von feindlichen Soldaten verbrannt wird.
Auf seiner Flucht trifft er im Wald einen Einsiedler, der ihn aufnimmt und ihn Grundsätzliches über das Leben und die Gottesfurcht lehrt. Als dieser stirbt, geht Simplicius in die für ihn zu entdeckende Welt hinaus, in der er mehr oder minder freiwillig viele Abenteuer erlebt.
Mit viel Witz und naivem Charme zeichnet er die Schrecken des Krieges, ohne dass sie ihren Ernst verlieren.
Der zweite Teil des Abends bestand aus Texten anderer Epochen. So wurden Kalendergeschichten von Johann Petel Hebel vorgetragen, die ein ungleich positiveres Menschenbild im Krieg vermittelten, während Heiner Müllers „Das Eiserne Kreuz“ das Publikum verstört zurück ließ. Claudius' „Kriegslied“ und Kaschnitz' „Tag des Friedens“ rundeten den literarischen Teil ab, indem sie Krieg und Frieden direkt gegenüberstellten.

2012-03-18 litcafe2

Musikalisch wurde dieser Abend unter anderem von Mitwirkenden des Theaters Osnabrück gestaltet: Marie-Christine Haase (Sopran), die den Simplicius in der Oper singt, Hans Hermann Ehrich (Tenor), der den Einsiedel verkörpert, und Mark Sampson (Bass), der den Vater des Simplicius darstellt. Zusätzlich kamen die Zuschauer in den Genuss von Benedikt Nis Dudelsackspiel (passend zur Sackpfeife des Simplicius) und der Interpretationen von Katchaturians „Toccata“ von Eva Westermann und von Chopins „Revolutionsetüde“ von Sun-Woo Kim.

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