Ursulaschule Osnabrück

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Watch your step

„And what are you going to do in America?” - Zum Glück war uns vorher von Frau Mielke und Frau Knoff-Weber eingeschärft worden, was wir auf diese Frage bei der Einreise antworten sollten. Und so hatte niemand Probleme damit, zu erklären, dass wir, nach ein paar Tagen Aufenthalt in Washington D.C., unsere Partnerschule in Cleveland nur besuchen (to visit!!) und das Land wirklich nach zwei Wochen wieder verlassen wollten. Nachdem diese Hürde genommen war, konnte unsere Amerikareise beginnen.

Die ersten Tage in Washington verbrachten wir zwischen Präsidentendenkmälern und Museen, zu denen wir mit einer organisierten Stadtrundfahrt gelangten. Benjamin, einer der Busfahrer, dessen „favourite place“ jedes einzelne Museum und jedes Monument war, kümmerte sich dabei um jeden einzelnen Fahrgast persönlich: „Watch your step, watch your step, watch your step, you’re welcome, watch your step, how are you?, watch your step…“

Nach einer Nacht in der „Econo Lodge“ besuchten wir das Holocaust-Museum. Für uns war es ein merkwürdiges Gefühl – auf Knopfdruck leuchtete Deutschland rot auf einer Karte auf, die englischen Untertitel der Filme waren für uns unnötig und Wörter wie „Third Reich“ beschämten uns. Anschließend stand uns die Wahl eines zweiten Museums frei. Während sich einige für das Air-and-Space-Museum oder das Museum of Modern Art begeisterten, zogen andere es vor, im zweitgrößten McDonalds der Welt ihre Zeit zu verbringen.

Die Tage in Washington vergingen schneller als uns lieb war. Wir wären gerne länger als Gruppe zusammengeblieben und hatten beim Gedanken allein in einer Gastfamilie zu leben ein mulmiges Gefühl. Glücklicherweise war dies in den meisten Fällen völlig unberechtigt. Besonders die männlichen Austauschschüler waren sehr spendabel, hilfsbereit und benahmen sich wie wahre Gentlemen. In anderen Fällen war es anders – das Katzenfutter hatte seinen Platz im kleinen Badezimmer oder der riesige Hund versperrte den Weg ins Bett.

Die Vormittage verbrachten wir größtenteils in der deutschen Gruppe, während unsere Austauschschüler zur Schule gingen. Programmpunkte waren unter anderem der Besuch einer historischen Farm, Besichtigung einer „Public School“ und eines Colleges, in dessen Cafeteria wir uns hemmungslos den Bauch voll schlagen durften und die Fahrt nach Downtown, wo wir uns entweder die „Rock’n’Roll Hall of Fame“ oder das „Science Center“ ansehen konnten. Besonders eindrucksvoll fanden wir den Tagesausflug nach Kanada zu den Niagarafällen. Leider war das Wetter nicht so gut, was jedoch nicht allzu schlimm war, da wir in einem Tunnel und somit im Trockenen unter den Fällen entlanglaufen konnten.

America2

An zwei Tagen nahmen wir am Schulleben teil. Wir begleiteten unsere Austauschschüler in die verschiedenen Kurse und stellten große Unterschiede zum deutschen Schulalltag fest. Es kam uns alles sehr hektisch und der Unterricht viel leichter als in Deutschland vor. Für die Amerikaner war es eine Selbstverständlichkeit, zwischendurch aufzustehen, zu essen und zu trinken, durch die Klasse zu rufen oder zu schlafen.

Die amerikanischen Schüler waren alle sehr aufgeschlossen und interessiert z.B. daran, ob es wirklich stimme, dass man in einer deutschen Schulcafeteria Bier kaufen könne oder wo David Hasselhoff denn wohne. Ein weiterer Unterschied zu Deutschland war der unheimlich große Teamgeist der Amerikaner, besonders beim Sport. Wir hatten das Glück, beim jährlichen „Olympic Day“ zusehen zu dürfen, bei dem die einzelnen Jahrgänge spaßeshalber in Kategorien wie Tauziehen oder Staffellauf gegeneinander antraten. Zwischendurch führten sowohl Schüler als die Lehrer musicalartige Darstellungen vor, die alle begeisterten und auch uns zum Lachen brachten.

Die Nachmittage wurden zum größten Teil mit Shopping in den umliegenden Malls, dem Essen von Fastfood, Autofahren und dem Erkunden der Gegend verbunden mit dem Besuchen anderer Austauschschüler verbracht.

Das Wochenende verlebten wir in den Familien. Viele besuchten ein Basketballspiel der „Cleveland Cavaliers“, waren im Kino oder spielten „Laser Attack“.

Unser Amerikaaufenthalt endete dann mit der Einladung zu „Food, Drink and Gemutlichkeit“ bei einem der Austauschschüler zu Hause.

Alles in allem war es eine wunderschöne und erlebnisreiche Zeit, die wir nie vergessen werden.

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