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Fliegen oder nicht fliegen?

Klimabotschafter und Flüge – das ist ein schwieriges Thema. Am Donnerstagmorgen sind die Osnabrücker youthinkgreen-Klimabotschafterinnen Sophia Kreuzkamp und Louisa Peters (beide Stufe 11) als Repräsentanten des internationalen Projekts youthinkgreen nach Doha, Katar, geflogen. Dort findet der 18. Weltklimagipfel der Vereinten Nationen statt.

Elf Klimabotschafter aus verschiedenen Ländern werden dort für ihre Forderungen eintreten, eigene Aktionen starten, den Gipfel beobachten und an politische Entscheidungsträger herantreten (zum Beispiel bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesumweltminister Peter Altmaier).

Flüge verursachen sehr viel Kohlendioxid (CO2). Das bereitet Klimabotschaftern Bauchschmerzen, den CO2 ist eine Ursache für den Klimawandel. Louisa Peters erklärt, warum es Ihrer Meinung nach trotzdem sinnvoll ist, zum Weltklimagipfel zu fliegen:

„Natürlich erscheint die Tatsache, dass Klimabotschafter „um die Welt jetten, um die Welt zu retten" auf den ersten Blick widersprüchlich und heuchlerisch. Schaut man jedoch genauer hin, finden sich viele Argumente, die für einen Flug der Klimabotschafter nach Doha sprechen.

Zunächst ist das Ziel nicht ganz unwichtig. Die Delegierten fliegen nicht einfach irgendwo hin, sondern zu der Conference Of Youth (COY) und der Conference Of Parties (COP). Das heißt, sie fliegen nicht zum Spaß, sondern um wirklich etwas zu bewegen. Wie man am Beispiel der Rio-Reise (UN-Nachhaltigkeitsgipfel im Juni 2012) einiger Klimabotschafter und der dort gestarteten „Grüner Faden"-Aktion sieht, hatte der Besuch dort Gewicht und es konnte etwas erreicht werden.

Das heißt, es muss abgewogen werden, ob die Flüge wirklich sinnvoll sind - das waren sie in diesem Fall definitiv. Das macht die Erwartungen an die Doha-Reise realistisch. Gerade junge Leute, um deren Zukunft es bei diesen Verhandlungen gehen soll, besitzen eine unglaubliche Überzeugungskraft und vor allem auch Leidenschaft, die weiterhelfen kann, Politiker und Gesellschaft zum Handeln zu bewegen.

Zwar hätte das Projekt youthinkgreen ein eindeutiges Zeichen gesetzt, wenn es die Einladung nach Doha abgesagt hätte, jedoch wäre der Flieger auch ohne die Delegierten geflogen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Ausgleichszahlungen für die Flüge zu bezahlen, so dass für das CO2, das man durch den Flug ausstößt, entsprechend viel Geld in klimaschützende Projekte wie Baumpflanzungen investiert wird.

Unsere Generation wird die sein, die wichtige politische Entscheidungen auch im Bezug auf klimatische Veränderungen und CO2-Abkommen treffen und vor allem umsetzen muss. Für mich gehört zur politischen Bildung auch das Verständnis für andere Kulturen dazu. Ich bin der Meinung, dass internationale politische Verhandlungen oft auch daran scheitern, dass Meinungen häufig auf Traditionen und Kulturen beruhen und Politiker dies völlig außer Acht lassen. Deswegen ist es wichtig, unserer Generation näher zu bringen, wie Jugendliche aus verschiedenen Ländern denken und was vor allem unterschiedliche Prioritäten sind. Ohne dieses Verständnis ist ein Entgegenkommen, oftmals auch aus Stolz und Eitelkeit, nicht möglich. Deshalb ist es sinnvoll, ausgewählte Klimabotschafter aus aller Welt jetzt schon bei internationalen Treffen zusammenzubringen und nach Lösungen suchen zu lassen.

Alles in Allem denke ich, dass nach gründlichem Abwägen die Flüge nach Doha nachvollziehbar gerechtfertigt werden können.“

Informationen zu youthinkgreen und der weltweiten Aktion „Grüner Faden“ und Informationen zu youthinkgreen und Doha gibt es in den Anhängen (siehe unten).

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