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Neuer Lesestoff

Ihr seid auf der Suche nach neuem Lesestoff? Dann kommt doch mal in die Bibliothek unserer Schule. Dort ist eine Reihe neuer, sehr unterschiedlicher Bücher eingetroffen, die Ihr Euch definitiv mal anschauen solltet. Eines davon ist „Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen“ von Ava Reed, das ich Euch gerne etwas genauer vorstellen möchte.

Darum geht es:

Leni versteht sich selbst nicht mehr. Bisher war sie ein glückliches Mädchen, konnte ihrer besten Freundin Emma so ziemlich alles mitteilen und hat ihr Leben so geliebt wie es ist. Doch als sie in ihr letztes Schuljahr vor dem Abitur startet, scheint dies alles mit einem Mal nicht mehr selbstverständlich. Zunächst ist da nur ein ungutes Gefühl, dass Leni versucht mit einem Lächeln aus dem Weg zu räumen. „Alles ist gut“ sagt sie sich immer wieder.

Doch schon bald festigt sich das Gefühl, dass etwas in ihr aus dem Ruder läuft. Das Gefühl, dass sie dabei ist, sich selbst zu verlieren. Aus anfänglicher Übelkeit und einem Haufen von Gedanken werden Zusammenbrüche und Panikattacken, denen ein Lächeln unmöglich standhalten kann. Nach und nach ist ein immer größerer Teil ihres Lebens besessen von Traurigkeit, Leere und großer Angst, die zu ihrem ständigen Begleiter wird.

In dem Wissen, dass sie alleine daran zerbrechen wird, sucht Leni Hilfe und erhält eine Diagnose, die ihr Leben noch weiter aus den Angeln hebt. Weder eine Therapie noch Medikamente scheinen ihr wirklich zu helfen, doch dann trifft Leni auf Matti, der ein ganz eigenes Gewicht zu tragen hat und ihr eine einmalige Gelegenheit bietet. Doch ist Leni bereit für neue Erfahrungen?

Meine Meinung:

Ava Reed ist vor allem nach „Die Stille meiner Worte“ bekannt für ihre emotional geladenen und tiefgreifenden Bücher. Aber mit „Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen“ ist es ihr gelungen, dies noch einmal zu übertreffen.

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Die Geschichte selbst ist zwar erfunden, aber dennoch angelehnt an das Schicksal so vieler Menschen, die ebenfalls mit Depressionen oder Angststörungen zu kämpfen haben. Sie wird hauptsächlich aus der Sicht von Leni erzählt. Später kommt zudem noch die Perspektive von Matti hinzu, der ebenfalls ein schweres Schicksal zu bewältigen hat und im Laufe des Buches mit Leni Bekanntschaft macht.

Durch diesen Wechsel der Sichtweise wird Lenis Krankheit für den Leser noch besser verständlich. Es wird deutlich, wie groß der Unterschied zwischen dem, wie eine Person auf andere wirkt, und wie es wirklich in ihr aussieht, sein kann.

„Genieße jeden Tag deines Lebens, jede wundervolle Minute und jeden schönen Augenblick, denn du hast keine Ahnung, wann sich Wolken vor deine Sonne schieben und alles verdunkeln können. Niemand wird dir sagen, wann und ob sie je wieder verschwinden.“

Mit „Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen“ hat Ava Reed eine Geschichte über psychische Krankheiten aber auch über Freundschaft, die Suche nach sich selbst und über die Dinge, die wirklich zählen im Leben, geschrieben. Sie steckt voller Emotionen und bringt definitiv viel Stoff zum Nachdenken mit sich. Man bekommt nicht nur einen sehr guten Einblick in Lenis Schicksal, sondern lernt auch, wie wichtig es ist, selbst die kleinsten Fortschritte und Stärken zu erkennen und sich selbst anzunehmen.

 

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