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Besuch aus dem Bundestag

Diskriminierung und Rassismus fangen schon bei dem Schnitzel mit der „Soße mit Z“ an und es ist nicht die Aufgabe von „Opfern“, sondern die der Gesellschaft auf Probleme bezüglich des Ausschließens bestimmter „Gruppen“ oder „Minderheiten“ aufmerksam zu machen. Dies erfuhren wir, die Klasse 10e, am Donnerstag, 18. März 2021, in einer Videokonferenz mit der Bundestagsabgeordneten Filiz Polat.

Filiz Polat ist 42 Jahre alt, in Bramsche geboren und aufgewachsen und seit 2017 als Parteimitglied der Grünen im Bundestag. Zum Bundestag hat sie ihre Vergangenheit gebracht, denn bevor sie in diesen gewählt wurde, war sie bereits 13 Jahre im Landtag aktiv. Damals war sie mit ihren 25 Jahren die jüngste Abgeordnete dort, doch belächelt wurde sie aufgrund ihres Alters nicht, wie sie uns erzählte.

Dies liegt wahrscheinlich daran, da zum einen die Politik offen für junge Menschen sei und ein Austausch mit diesen wichtig ist. Sie wurde direkt auf Augenhöhe von den Parteikollegen angesehen sowie ernstgenommen. Zum anderen liegt diese Akzeptanz vermutlich aber auch daran, dass sie sich bereits schon früh in der Politik engagiert hat und mit dieser in Berührung kam. So kommt sie aus einem politischen Haushalt. Ihre Mutter hat sie schon früh ermutigt, sich beispielsweise mit der Umwelt auseinanderzusetzen oder sich auch durch den Beitritt in Greenpeace mit einzubringen. So war sie die Gründerin der Jugendorganisation von den Grünen in Bramsche und bereits mit 18 Jahren im Kommunalparlament. Von dort aus rückte sie in den Landtag auf und schließlich entschied sie, für den Bundestag zu kandidieren, da sie mit der Flüchtlingspolitik sowie den Gesetzen diesbezüglich unzufrieden war.

Für uns und unseren Politiklehrer, Herrn Romberg, bestand bei dieser Videokonferenz die Möglichkeit, Fragen an Frau Polat zu stellen. Dadurch konnten wir in den Austausch über viele verschiedene Themen treten, so etwa den Umgang der Bundesregierung mit dem Coronavirus, wer ihrer Meinung nach der/die geeignetere Bundeskanzler/in wäre, das Gendern von Wörtern, ihre Erfahrungen mit der AfD oder wer ihre Reden schreibt.

Danach redeten wir noch über ihr Spezialgebiet, die Migrationspolitik. Dabei sprach sie darüber, dass Deutschland zu strenge Asylgesetze habe, welche den Geflüchteten „zu viele Hürden“ in den Weg legen. Zudem betonte sie, dass Diskriminierung auch schon bei Sachen anfängt, die für uns gar nicht so scheinen und welche wir, ohne Migrationshintergrund, oft gar nicht bemerken. So zum Beispiel sei es mit der „Z-Soße“, welche noch auf Speisekarten zum Schnitzel steht. Wir selbst – ohne Migrationshintergrund - fühlen uns von dieser „Z-Soße“ nicht angesprochen und diskriminiert, dafür aber vielleicht andere Menschen. Zudem informierte uns Frau Polat darüber, dass in Osnabrück viele Sinti und Roma leben. Sie motivierte uns, falls wir mal Diskriminierung bemerken, darauf aufmerksam zu machen, so dass die Diskriminierten dies nicht selbst tun müssen. Frau Polat fordert so zum Beispiel schärfere Gesetze bezüglich der Sprache und Ausschließung anderer Minderheiten. Denn der Staat solle die Schutzfunktion aller übernehmen und auf mögliche Probleme aufmerksam machen.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass diese Videokonferenz interessant, sehr informativ und auch spannend war. Frau Polat antwortete auf alle gestellten Fragen ausführlich und höflich. Die Konferenz war eine angenehme Abwechslung zum gewöhnlichen Politikunterricht und hat uns zum Nachdenken angeregt. Alles in allem war es sehr gelungen!

Foto: Foto: Deutscher Bundestag / Inga Haar

 Fenja Adomeit

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