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Kartoffel-Chemie

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Am 17. März 2020, also am Tag nach dem Beginn der „Corona-Ferien“, lud Frau Zink alle Schüler und Schülerinnen der 6. Klasse dazu ein, am Experimentalwettbewerb „Das ist Chemie“ teilzunehmen. Da ich gerne experimentiere, lies ich mich darauf ein, obwohl nicht viel Zeit blieb, denn man musste seine Ergebnisse schon sieben Tage später in Oldenburg eingereicht haben.

Inhaltlich ging es um das Thema „Tolle Knolle – die Chemie der Kartoffel“. Zunächst stellte sich heraus, dass es in „Corona-Zeiten“ schon schwer war, das benötigte Glycerin zu besorgen, aber Herr Hoffmann war so nett und hat mir eine Flasche Glycerin zur Verfügung gestellt, die mein Vater am 20. März in der Schule abholen konnte.

Nachdem ich nun endlich alle benötigten Materialien besorgt hatte, konnte ich mit den spannenden Experimenten beginnen – denn nun waren es ja nur noch vier verbleibende Tage bis zur Abgabe. Es galt fünf verschiedene Versuche durchzuführen und dabei mit Kartoffelstärke, Ascorbinsäure, Glycerin, Wasserstoffperoxid und Jod zu experimentieren. Man musste natürlich vorsichtig und konzentriert arbeiten, es anschließend schriftlich auswerten und als Versuchsprotokolle nach Oldenburg schicken, wobei mir Frau Zink eine große Hilfe war.

2020 05 23 Chemie 01

Zunächst galt es beim ersten Versuch beispielsweise eine Jodlösung herzustellen und die Kartoffeln für die späteren Versuche vorzubereiten. Beim zweiten Versuch ging es darum jeweils ein Stück rohe und gekochte Kartoffel mit einer dreiprozentigen Wasserstoffperoxid-Lösung zu übergießen. Dabei konnte ich gut erkennen, dass eine rohe Kartoffel reagiert und sich eine weißliche Schicht bildet, die nach einiger Zeit teilweise wieder verschwindet und eine gekochte Kartoffel keine Reaktion zeigt.

2020 05 23 Chemie 02

Ich durfte außerdem auch kleine Zaubereien mit Kartoffelbrei machen oder Stärke nachweisen. Das schwer zu besorgende Glycerin brauchte ich beim letzten Versuch, wo ich selbst eine Kartoffelfolie hergestellt habe und Beispiele bringen musste, wozu man sie verwenden kann. So habe ich herausgefunden, dass man die Kartoffelfolie als Klarsichtfolie oder als Biomüllbeutel verwenden könnte. Ein Problem könnte aber sein, dass sie, wenn sie mit Wasser in Berührung kommt, schnell rissig wird.

Auch wenn wenig Zeit für die Versuche und das Aufschreiben blieb, hat es mir sehr viel Spaß gemacht und ich könnte mir vorstellen, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein. Außerdem würde ich mir wünschen, dass im nächsten Jahr noch mehr Schüler und Schülerinnen aus der Ursulaschule teilnehmen würden. Bei Interesse oder weiteren Fragen schreibt mich gerne über Iserv an.

Euer Jakob Elias Randelhoff

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