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Der erste Tag

Es geht wieder los – wenn auch stark eingeschränkt und unter besonderen Bedingungen: Wochenlang standen die Klassenräume leer. Am Montag nahmen die ersten Schülerinnen und Schüler der Ursulaschule wieder am Unterricht teil.

Unsere 50 Abiturienten bereiteten sich ab 7:50 Uhr in ihren Prüfungskursen auf die anstehenden Abiturprüfungen vor. In den Tagen zuvor hatte die Schulleitung diesen Auftakt akribisch vorbereitet. Etliche Erlasse und Verfügungen des niedersächsischen Kultusministeriums mussten beachtet werden.

„Hierzu mussten neue Vorgaben zur Durchführung des Abiturs umgesetzt, neue Stundenpläne erstellt, die Klassenräume vorbereitet, die Maßnahmen des Hygienerahmenplans eingehalten und viele Informationen an die Schüler vermittelt werden“, sagt Schulleiterin Daniela Boßmeyer-Hoffmann, die gemeinsam mit Oberstufenkoordinator Jürgen Maaß die Schülerinnen und Schüler in den einzelnen Lerngruppen begrüßte. „Für mich war es sehr schön, endlich wieder Schüler in unserer Schule zu hören und zu sehen“, so die Schulleiterin.

 

Lehrer Christian Koltermann, der in den ersten beiden Stunden seinen Leistungskurs Geschichte unterrichtete, erlebte den Tag so: „Es war schön wieder in einem Klassenraum zu stehen, die Schüler zu sehen und mit ihnen direkt zu interagieren und nicht nur via Telefon, Videokonferenz und E-Mail. Zugleich war es aber auch komisch. An die Sitzordnung mit den großen Abständen und Masken tragende Schüler muss man sich gewöhnen.“

 

Der Unterricht unterschied sich dann – zum Glück – kaum vom Unterricht in der Vor-Corona-Zeit. Aber bis zum Unterrichtsbeginn war es ein holpriger Weg: „Alle standen in einer langen Reihe und mit viel Abstand vor dem Klassenraum. Es hat lange gedauert, bis alle drinsaßen, da wir uns die Hände vorher waschen mussten. Als ich den Klassenraum gesehen habe, habe ich wirklich einen Schock bekommen. Alle Tische waren weit voneinander entfernt und es war ein komisches Gefühl, nicht mehr einen Nachbarn neben sich zu haben, mit dem man Fragen oder Sonstiges besprechen kann“, schildert Abiturientin Hanne Schröer.

 

Auch in den Pausen zeigte sich deutlich, wie Corona das Schulleben und das Miteinander einschränkt. Sieht man sonst in den Pausen größere Gruppen von Schülern, die sich unterhalten oder spielen, so war am Montag weit und breit kein einziges Grüppchen zu sehen. Es durfte sie auch nicht geben. Die Schülerinnen und Schüler hielten sich an solche und andere Bestimmungen. Auch wenn dies dem einen oder der anderen sicherlich sehr schwergefallen ist.

 

Die Abiturienten, die nach wie vor kontrovers diskutieren, ob in der gegenwärtigen Extremsituation Abiturprüfungen gut zu absolvieren sind, freuten sich überwiegend, wieder einen Fuß in ihre Schule setzen zu können. Und am Ende des ersten Schultages nach den „Corona-Ferien“ waren Herr Maaß und auch Schulleiterin Daniela Boßmeyer-Hoffmann erleichtert und glücklich. „Ich bedanke mich bei meinem Schulleitungsteam und allen Kollegen, die in dieser Extremsituation die Abiturienten auch in den Ferien intensiv betreut und beraten haben. Die Rückmeldungen der Abiturienten waren sehr wertschätzend und voller Dankbarkeit für die Kollegen. Wir tun auch in den kommenden Wochen alles, um unsere Abiturienten gut durch die Abiturprüfungen zu begleiten. Und dazu gehört auch eine der Situation hygienisch angepasste Abiturfeier in einem ganz anderen Format.“

T. Romberg

Fotos: Christian Koltermann

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