Interreligiöses Projekt in Jg. 5

Interreligiöses Projekt in Jg. 5

Interreligiöses Projekt in Jg. 5

Fasten und Feste - Interreligiöses Projekt in Jahrgang 5

Die christliche und muslimische Fastenzeit hat sich in diesem Jahr um einige Wochen überschnitten: vom 11. März bis zum Endes des Monats fasteten Muslime und Christen gemeinsam. Diese Gleichzeitigkeit haben wir, die katholische Gruppe der Klasse 5a mit ihrer Lehrerin Christa Prior und die muslimische Gruppe aus den Klassen 5a und 5b mit ihrer Lehrerin Dr. Silvia Horsch, zum Anlass genommen, uns in den letzten drei Wochen vor den Osterferien über das Fasten und die darauffolgenden Feste auszutauschen. Eingeleitet wurde jeder Termin mit dem Vortrag des jeweiligen Grundgebets der drei abrahamitischen Religionen: dem christlichen Vater Unser, der islamischen Al-Fatiha und dem jüdischen Schma Israel.

Christlicher, islamischer und jüdischer Festkreis

In den Wochen vor diesem Projekt erarbeite jede Gruppe den jeweils eigenen Festkalender, so dass wir uns beim ersten Treffen gegenseitig die Jahreskreise der beiden Religionen vorstellen konnten: Den Weihnachts- und Osterfestkreis des christlichen Kalenders sowie den islamischen Mondkalender, dessen Feiertage durch das ganze Jahr wandern. Die beiden Festkreise haben wir zusammen mit dem jüdischen Festkreis zu einem Abrahamitischen Festkalender zusammengefügt, welcher nun in den Klassenräumen der 5a und 5b hängt.

Am letzten Termin kam unser jüdischer Religionslehrer, Vyacheslav Dobrovych, dazu und erläuterte uns den jüdischen Festkalender, der eine Kombination aus Mond- und Sonnenkalender darstellt. Außerdem berichtete er über die jüdischen Fastentage: Im Judentum gibt es keine längere Fastenzeit, sondern einzelne Fastentage, an diesen wird 25 Stunden lang auf Essen, Trinken und verschiedene Tätigkeiten verzichtet.

Fasten ist nicht nur Verzicht

Die Schülerinnen und Schüler berichteten auch von ihren eigenen Erfahrungen mit dem Fasten: Einige christliche Schüler und Schülerinnen erzählten von Fastentraditionen in ihren Familien und einige muslimische Kinder, die das Ramadan-Fasten schon ausprobiert hatten, schilderten ihre Erfahrungen. Es wurde deutlich, dass Fasten mehr heißt, als nur sieben Wochen keine Schokolade zu essen oder vier Wochen tagsüber auf Essen und Trinken zu verzichten: Es geht um Konzentration auf das Wesentliche und Erinnerung an Gott. Gustav gab uns einen Gedanken mit, den er von seiner Oma gelernt hat: Das Fasten soll uns verbessern.

Zwei Übungen dazu haben wir als Wochenchallenge gemeinsam versucht: Schimpfwörterfasten und Medienfasten. Das Medienfasten fiel uns allen (inklusive den Lehrerinnen) schwerer, aber wir konnten lernen, dass Selbstkontrolle und bewusster Umgang mit Zeit wichtige Aspekte des Fastens sind. Einige Kinder berichteten z.B., dass sie während der Woche Medienfasten mehr mit ihren Geschwistern unternommen haben.

Zum Abschluss gab es ein großes Quiz, bei dem die interreligiös zusammengesetzten Gruppen gut kooperieren mussten, um zu gewinnen. Es konnte zwar nur eine Gewinner-Gruppe geben, aber alle Gruppen haben unter Beweis gestellt, dass sie einiges dazu gelernt hatten.

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Wer wir sind

Das Gymnasium Ursulaschule, 1865 von Ursulinen gegründet, ist eine katholische Schule in Trägerschaft der Schulstiftung im Bistum Osnabrück. Wir sind ein staatlich anerkanntes Gymnasium und nutzen darüber hinaus als freie Schule unsere vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten.

Der einzelne Mensch steht bei uns im Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns. Im Dialog mit anderen gelangen unsere Schülerinnen und Schüler zu eigenen Erkenntnissen und Wertvorstellungen, lernen selbstständig zu urteilen und zu handeln.

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