Biologie

Ursulaschule Osnabrück

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Biologie

Sich mit dem Lebendigen befassen

Die Natur umfasst zwei große Bereiche, das Reich des Unbelebten und das Reich des Lebendigen. Mit dem Unbelebten, das sind die Stoffe und die Wechselwirkungen zwischen Stoffen, beschäftigen sich Physik und Chemie. Die Biologie ist dagegen die Wissenschaft von den Lebewesen und dem Lebendigen.(Linder, Biologie, 1998, S.11)

Diese Beschreibung des Faches Biologie lässt erahnen, womit sich diese Wissenschaft beschäftigt. Allein die Frage: „Was ist lebendig?“ füllt ganze Bücher. So ist auch die Biologie mit all ihren Facetten diejenige Naturwissenschaft mit dem größten Wissenszuwachs während eines Forschungsjahres. Dies wird erklärbar, wenn man sich die Bandbreite biologischer Forschung verdeutlicht. Auf der einen Seite könnte man symbolisch die Botanisiertrommel und den Insektenkescher ansiedeln, auf der anderen Seite das Elektronenmikroskop und den Computer zur Bestimmung der Basenfolge des menschlichen Genoms. Biologie umfasst ebenso Verhaltensbeobachtungen am Eisvogel wie auch die gentechnische Manipulation von Viren zur Krebstherapie. Ist die Menge an biologischem Wissen und Methoden schon allein überwältigend, wird die Bedeutung des Faches durch seine vielfältigen Überschneidungen mit anderen Wissenschaftsdisziplinen noch beeindruckender: Chemie und Physik haben schon lange Einzug in die verschiedensten biologischen Fachrichtungen gehalten , hinzukommen die Mathematik sowie die Geistes- und Sozialwissenschaften. Die Grundlagenforschung in der Medizin ist in weiten Bereichen ohne Biologen nicht denkbar. Daraus resultiert die Legitimation für das Fach Biologie im Fächerkanon der Schule. Neben Wissensvermittlung und  Methodenschulung, bietet  das Fach aber auch die Möglichkeit und die Verpflichtung, emotionale, soziale und ethische Bildungsziele zu verfolgen, wie dies die Rahmenrichtlinien des Landes Niedersachsen vorschreiben. Dies gilt insbesondere für unsere Schule, die sich in ihrem Programm auf die franziskanischen Leitlinien bezieht.

Biologie wird in den Jahrgängen 5 bis 8 (insgesamt sieben Wochenstunden) unterrichtet . In der Jahrgangsstufe 10 müssen die Schüler von drei Naturwissenschaften  zwei auswählen, die dann jeweils zweistündig unterrichtet werden. In der Kursstufe kann das Fach als Kurs auf erhöhtem oder auf normalem Niveau (jeweils vier Stunden) belegt werden. Die Attraktivität der Biologie wird in den hohen Anwahlzahlen deutlich. In diesem Jahr (2010/2011) werden sechs Kurse, davon zwei auf erhöhtem Niveau, angeboten.  Die  Gründe für diese große Akzeptanz sind unterschiedlicher Natur; einer ist sicherlich, dass in diesem Fach ein hoher Bezug zur Lebenswelt der Schüler hergestellt wird. Schaut man sich die Kurricula von der 5. bis zur 13. Jahrgangsstufe an, so begegnet man Lebensbereichen wie Ernährung, Gesundheit, Sexualität, Umwelt, Sport, Drogen und Verkehr.

Ein Problem, welches am Beispiel der Genetik verdeutlicht werden soll, ergibt sich aus dem raschen Wissenszuwachs: Das Wissen in dieser Teildisziplin der Biologie hat sich in den letzten Jahren vervielfacht. In der Mitte des 19. Jahrhunderts formulierte der Augustinermönch Gregor Mendel seine Regeln zur Vererbung , die Mendelschen Regeln oder Gesetze. 1883 vermuteten Roux und Weismann in den Chromosomen die Träger der Erbanlagen und de Vries beschreibt zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Vorgang der Mutation, die Grundlage aller evolutiven Vorgänge. Morgan erhält 1933 den Nobelpreis für seine Forschungsergebnisse , die er an der Taufliege Drosphila gewinnt. 1944 erkennt Avery, dass die DNA der Träger der Erbinformation sein muss, wozu ein räumliches Modell, die Doppelhelix, durch Watson und Crick 1953 entwickelt wurde. Seitdem hat sich die Zunahme an genetischem Wissen  noch weiter beschleunigt. Inzwischen ist das gesamte menschliche Genom entschlüsselt und man versucht zu verstehen, wie die geringe Zahl von 30.000 Genen ausreicht, den menschlichen Organismus aufzubauen und zu steuern. Hieraus ergeben sich wichtige Forschungs- und auch Wirtschaftsbereiche der Zukunft wie die Gentechnologie und die Biotechnologie.

Was bedeutet das für den Biologieunterricht? Einerseits muss Basiswissen, wie sie die Klassische Genetik (Mendel) darstellt, vermittelt werden, anderseits gibt es hochinteressante aktuelle genetische Verfahren und Forschungsergebnisse wie beispielsweise das PCR-Verfahren, welches unter anderem zur Erstellung genetischer Profile in der Kriminalistik (genetischer Fingerabdruck) benutzt wird. Es müssen Prioritäten gesetzt  und es muss exemplarisch gearbeitet werden, dies gilt sowohl inhaltlich als auch methodisch. Der theoretischen Erarbeitung von Kreuzungsschemata kann die praktische Überprüfung anhand von Drosophila-Stämmen folgen. Die Überprüfung von Hypothesen mit Hilfe von Transformationsexperimenten mit ungefährlichen E.coli-Stämmen ist ebenso möglich wie die Auswertung von Graphen und Tabellen, um Forschungsergebnisse nachzuvollziehen. Hier zeigt sich die in diesem Fach typische Methodenvielfalt. Die klassischen Verfahren der Erkenntnisgewinnung in den Naturwissenschaften (Experimentieren, Vergleichen, Beschreiben) sind in allen möglichen Facetten denkbar. Dies gilt sowohl für die Arbeit in der 5. Klasse als auch in den Oberstufenkursen.

Für Schüler motivierend ist sicherlich die Tatsache, dass Biologieunterricht an den unterschiedlichsten Orten stattfinden kann. Neben Unterrichtsgängen entlang der Hase  oder zum Steinbruch am Westerberg finden immer wieder größere Exkursionen statt: zum Beispiel die ornithologische Exkursion an die Elbe oder die Fahrt zum Wattenmeerhaus in Norddeich. Biologie wird auch gerne in unserem schönen Schulgarten mit seinem naturnahen Teich und dem Klassenzimmer im Freien unterrichtet.

In einigen Bereichen des Biologieunterrichts kann die Schule auf Hilfe und Unterstützung von Außen zurückgreifen. Die Zooschule hat ein reichhaltiges Angebot, die Stadt Osnabrück bietet mit dem Grashüpfer ein mobiles Umweltlabor und eine Zusammenarbeit mit der Fachhochschule und mit dem botanischen Garten sind möglich. Eine weitere Möglichkeit seit einigen Jahren ist ein Projekt der Universität Osnabrück in Zusammenarbeit mit der Robert-Bosch-Stiftung, die für die Schulen ein Biologielabor eingerichtet haben und unterhalten. Daneben gibt es noch weitere Einrichtungen. Diese Angebote werden von den Schülern auch bei der Erstellung ihrer Facharbeiten genutzt, so wird wissenschaftspro-pädeutisches Arbeiten geschult, was im Hinblick auf ein mögliches Studium sinnvoll und notwendig ist.Betrachtet man den Facettenreichtum der Biologie mit all ihren inhaltlichen und methodischen Möglichkeiten, ihre Aktualität und den großen Lebensbezug, so ist dieses Fach aus dem Fächerkanon eines allgemeinbildenden Gymnasiums wie der Ursulaschule nicht wegzudenken.

Eine einmalige Exkursion

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Eine einmalige Exkursion: Pilze suchen!

Da wir im Fach Biologie gerade gesunde Ernährung durchnehmen, machte uns unser Lehrer den Vorschlag „unser Futter“ (Zitat Herr Pietschmann) selbst zu suchen. Also machten wir uns am 8.9.2010 auf den Weg! Im Bus war die Vorfreude groß und wir hatten schon viel Spaß. Draußen wurde es immer ländlicher und nach einer „Ewigkeit“ kamen wir an unser Ziel: Rulle!

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 10. März 2012 12:01

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Im Garten atmet die Zeit freier

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In unserem Wildblumengarten wachsen, blühen und fruchten zahlreiche sehr seltene heimische Arten, so z.B. Frühlingsadonisröschen (Adonis vernalis), Dornige Hauhechel (Ononis spinosa), Diptam (Dictamnus alba), Ochsenzunge (Anchusa officinalis), Karthäusernelke (Dianthus carthusianorum),

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 03. Mai 2012 13:46

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Ursulaschule Osnabrück

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