Ursulaschule Osnabrück

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Latein (1)

1. Die Fachgruppe Latein

Namen der unterrichtenden Kollegen in alphabetischer Reihenfolge:
Herr Dr. Callsen, Frau Hantel (Fachobfrau), Frau Hentschel, Herr Hund, Frau Logemann, Frau Schnuck, Herr Sticher, Frau Teupe

2. Warum überhaupt Latein?

Die Wahl der zweiten Fremdsprache fällt den meisten Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern nicht leicht. Um eine kleine Entscheidungshilfe zu geben, werden im Folgenden ein paar guter Gründe, das Fach Latein zu belegen - von Vollständigkeit kann hier keine Rede sein! - aufgeführt:

(1) Latina

Der Erwerb des kleinen Latinums, Latinums, großen Latinums (Link zum entsprechenden Teil der Homepage) Es gibt noch immer diverse Studiengänge, für die ein Latinum bzw. Lateinkenntnisse benötigt werden. Der Erwerb dieser Kenntnisse kann zwar im Normalfall an den Universitäten nachgeholt werden, dies muss allerdings zumeist in sehr kurzer Zeit und zusätzlich zu den regulären Studienverpflichtungen erfolgen, ist mitunter kostspielig und dazu wenig nachhaltig.

(2) Die Antike als vielseitige Lebenswelt

Im Gegensatz zum Französischunterricht beschäftigt man sich im Lateinunterricht nicht vorrangig mit unserer heutigen Lebenswelt, wie man es auch bereits aus dem Englischunterricht kennt. 

Nein, man taucht im Lateinunterricht in eine zumeist völlig neue Welt ein: die Antike. Man beschäftigt sich mit der antiken römischen Lebenswelt, mit wichtigen geschichtlichen Ereignissen, mit den römischen und griechischen Göttern, mit Mythen und macht mitunter auch thematische Ausflüge in Mittelalter und Neuzeit. Durch diese enorme thematische Vielfalt wird eine vielseitige Bildung gewährleistet, die hilft, die gemeinsamen kulturellen Wurzeln des heutigen Europa zu verstehen.

(3) Reflexion über Sprache

Auf der sprachlichen Ebene ist nicht - wie in den modernen Fremdsprachen - die Kommunikation auf Latein das Ziel. Vielmehr bietet das Erlernen von Latein die Möglichkeit, Sprache im Allgemeinen zu verstehen. Auch die deutsche Sprache kann ganz neu erlebt werden: Das Erlernen der Regelhaftigkeit der grammatikalischen Strukturen von Grund auf hilft vielen Schülerinnen und Schülern, auch die Regelhaftigkeit der deutschen Sprache zu erkennen und neue Freude daran zu entwickeln. Die Bedeutung deutscher Fremdwörter, die häufig aus dem Lateinischen stammen, kann ganz selbstständig erschlossen werden und hilft mit Sicherheit nicht nur bei der Beantwortung der Millionenfrage einer bekannten Quizshow!

(4) Latein als „Mutter“ der romanischen Sprachen

Die Kenntnis von Latein, als „Mutter“ der romanischen Sprachen, ist sehr hilfreich für das Erlernen weiterer Sprachen wie Italienisch, Spanisch oder Französisch.

(5) Erwerb von Schlüsselqualifikationen

Im Lateinunterricht erwerben die Schülerinnen und Schüler Schlüsselqualifikationen wie z.B.: genaues und geduldiges Arbeiten, Erkennen von Regelhaftigkeit und Rastern (Stichwort: Baukastenprinzip der lateinischen Sprache), Kombinationsfähigkeit, problemlösendes und kreatives Denken, Analysefähigkeit. Diese Schlüsselqualifikationen kommen den Schülerinnen und Schülern auch in anderen Schulfächern und im späteren Berufsleben zugute und zahlen sich so vielfach aus.

3. Was machen wir im Lateinunterricht?

a) Lehrbuchphase: Unterrichtsinhalte und Lehrwerke

Der Lateinunterricht bietet Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, die Welt der römischen Antike kennenzulernen (z.B. das römische Alltagsleben, die Götterwelt der Antike, die römische Geschichte von der Republik bis zum Kaiserreich). Sie begegnen der antiken Welt in spannenden, nachdenklichen, aber auch lustigen Texten und erhalten Anregungen, über Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Vergleich mit der Welt der Gegenwart nachzudenken.

Im Lateinunterricht der Klasse 6 bis 9 lernen die Schülerinnen und Schüler zum Beispiel bei der Lektüre der Lektionstexte berühmte Persönlichkeiten der römischen Geschichte wie Quintus Fabius Maximus, Gaius Iulius Caesar und Kaiser Augustus sowie Figuren der antiken Mythologie wie Romulus, Phaeton und Odysseus kennen. Die abwechslungsreichen Themen der Lektionen (z.B. „Flucht aus Pompeji“, „Worte oder Waffen?“, „Die Römer und die Christen“) eröffnen auch einen Spielraum für fächerübergreifende Fragestellungen.

Zur Vermittlung der Grammatikthemen hat sich die Arbeit mit Visualisierungen bewährt (z.B. in „Schubladen“ gesteckte Konjugationen der Verben, die „Perfekt-Krake“ mit eigenen Personalendungen oder die Deklinationssiedlung mit den Häusern verschiedener Deklinationen). Das Übersetzen wird durch die Anwendung verschiedener Methoden eingeübt (vom „Pendelschwung“ des Anfangsunterrichts bis zum Einrückverfahren für komplexe Satzstrukturen).

 Latein als zweite Fremdsprache
(Lehrbuchphase in Jahrgang 6 bis 9):

ROMA  A (Textband und Begleitgrammatik), Buchner Verlag

Latein als dritte Fremdsprache
(Lehrbuchphase in der Einführungsphase und in Q1):
LITORA (Textband, Begleitgrammatik und Vokabelverzeichnis),
Vandenhoeck und Ruprecht Verlag

(Die Angaben beziehen sich auf G9)

b) Lektürephase: Unterrichtsinhalte und Lektüren

In der Lektürephase des Lateinunterrichts können die Schülerinnen und Schüler die zuvor erworbenen Kompetenzen durch die Arbeit mit Originaltexten vertiefen und erweitern. Dabei gewinnt die inhaltliche Arbeit immer mehr an Bedeutung: Ausgewählt werden Autoren, die repräsentativ für die lateinische Literatur und durch ihre thematischen Fragestellungen für die Schülerinnen und Schüler relevant sind. Auch ästhetische Aspekte können zunehmend eine Rolle spielen, so z.B. wenn die ironische Leichtigkeit der Liebesdichtung Ovids untersucht wird. Methodisch werden unterschiedliche Zugriffe gewählt, um die individuelle Auseinandersetzung mit dem Stoff zu vertiefen – von der sachlich erörternden Auseinandersetzung bis hin zur kreativ gestalterischen, z.B. durch Gestaltung eines Comics, eines eigenen Gedichts etc.

Für die Qualifikationsphase sind schulübergreifend aus vier verschiedenen Gegenstandsbereichen jeweils Leitthemen für die vier Halbjahre festgesetzt: Der Lateinunterricht in der Oberstufe bietet interessierten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit zur vertieften Auseinandersetzung mit den Ursprüngen unserer europäischen Geistes-, Kultur- und Wissenschaftsgeschichte. Die behandelten Themen und Autoren richten sich dabei nach den Vorgaben des Zentralabiturs.

Für das Abitur 2019 (Profil A) sind folgende Leitthemen vorgesehen:

  1. Schulhalbjahr: Römische Liebesdichtung
  2. Schulhalbjahr: Umgang mit der Zeit und der Freizeit
  3. Schulhalbjahr: Römische Geschichte an Persönlichkeiten und
  4. Schulhalbjahr: Römische Staatsphilosophie

Für das Abitur 2019 (Profil B) sind folgende Leitthemen vorgesehen:

  1. Schulhalbjahr: Spracherwerb (Lehrbuchphase)
  2. Schulhalbjahr: Charakterbilder in den Briefen des Plinius
  3. Schulhalbjahr: Machtmissbrauch römischer Magistrate in den Provinzen – das Beispiel Sizilien
  4. Schulhalbjahr: Reden als Mittel der Politik

Was hat das alles mit uns heute zu tun? In unserer schnelllebigen Zeit klingt das alles zunächst nicht sonderlich mitreißend, aber vielleicht führen diese zeitlosen Themen zu neuen Perspektiven und ungeahnten Erkenntnissen. Ciceros Definitionen zum Staatswesen („Der Staat ist Sache des Volkes“) mag zum Nachdenken über heutige Politikverdrossenheit anregen und die Gedanken des Stoikers Seneca zum Wert der Freundschaft können helfen, den Wert von „Freundschafts-Netzwerken“ in sozialen Medien einzuordnen.

Profil A: Latein als zweite Fremdsprache
(Lektürephase spätestens ab Jahrgang 10):

  • Jahrgang 10: Es muss in einer Unterrichtseinheit Caesar gelesen werden.
  • Jahrgang 11: Es muss in einer Unterrichtseinheit Dichtung gelesen werden.
  • Jahrgänge 12+13: Die Themenschwerpunkte werden vom Kultusministerium für jedes Jahr vorgegeben (siehe oben). 
Profil B: Latein als dritte Fremdsprache
(Lektürephase Q2-Q4):
Die Themenschwerpunkte werden vom Kultusministerium für jedes Jahr vorgegeben (siehe oben).

4. Mindestvoraussetzungen zum Erwerb eines Latinums

(gültig ab 1.8.2018)

 Kleines LatinumLatinumGroße Latinum
Latein als zweite Fremdsprache (ab Jahrgang 6): Bei Versetzung in die Einführungsphase die Note „ausreichend“ Am Ende der Einführungsphase 05 Punkte In zwei Schulhalbjahren der Qualifikationsphase, im letzten Schulhalbjahr 05 Punkte oder Latein als Prüfungsfach in Block II mit 20 Punkten
Latein als dritte Fremdsprache (ab Einfüh-rungsphase): In vier Schulhalbjahren der Qualifikationsphase, dabei in den beiden letzten zusammen 10 Punkte, im letzten Schulhalbjahr 05 Punkte oder Latein als fünftes Prüfungsfach in Block II mit 20 Punkten Latein als viertes Prüfungsfach in Block II mit 20 Punkten  

5. Außerunterrichtliche Aktivitäten

Theater

Im Schuljahr 2017/18 gibt es eine Latein-Theater AG an der Ursulaschule. In dieser AG treffen sich Schülerinnen und Schüler, die sich sehr gut vorstellen können, die Sprache Latein auch auf die Theaterbühne zu bringen. In allen Bereichen – bei der Drehbuchgestaltung, beim Bühnenbild, bei der Kostümgestaltung und im Spiel auf der Bühne – kann sich jeder nach seinem Geschmack einbringen. Die Schülerinnen und Schüler haben bereits ein eigenes Stück geschrieben und begonnen, ein Bühnenbild zu gestalten. Auch die Kostüme sind schon fertig.

Jeden Donnerstag treffen sich aktuell Schülerinnen und Schüler des 7. Jahrgangs, aber sogar eine Schülerin und ein Schüler der Klasse 5 sind Mitglieder der AG. Auch wenn sie noch keinen Lateinunterricht haben, besteht in diesem Rahmen die Möglichkeit, die Sprache schon ein wenig kennenzulernen. Dieses Jahr spielt die AG das Stück den Unterstufenklassen zwischen den Oster- und Sommerferien vor.

Exkursionen

Lateinklassen in Jahrgang 7 Tagesfahrt nach Xanten

Lateinklassen in Jahrgang 10 (ab Schuljahr 2018/19)

Dreitägige Fahrt nach Trier

6. Fördern und Fordern

Fördern: Förderunterricht Latein für die Jahrgang 6

Der Förderunterricht findet in einer siebten Stunde statt und richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die im Fach Latein Defizite im Bereich der Formenlehre, Syntax und der deutschen Grammatik abbauen wollen. Sinnvoll ist eine Teilnahme, die sich über mindestens sechs Wochen erstreckt. Weitere Informationen erhalten Sie über den jeweiligen Fachlehrer.

Fordern: Wettbewerb des Niedersächsischen Altphilologenverbandes

Wir bieten unseren Schülerinnen und Schüler der Oberstufe die Möglichkeit, am alle zwei Jahre ausgeschriebenen Wettbewerb Rerum antiquarum certamen teilzunehmen. Dieser Wettbewerb besteht aus einer Klausur und einer Hausarbeit.

Am 23. Mai fuhren wir, die Klassen 7a, 7b und ein Teil der 7c, in Begleitung von Frau Schnuck, Herrn Hund und Herrn Koltermann nach Xanten. Nach einer zweieinhalbstündigen Fahrt mit dem Bus erreichten wir um 10:30 Uhr unser Ziel. Dort angekommen, startete unser Ausflug mit einigen interessanten Infos über das dort nachgebildete Amphitheater. Im Anschluss daran durften wir uns auf dem Gelände frei bewegen. Viele erkundeten das große Theater und machten eine kleine Pause auf den Stufen der Arena.

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Impressum

Ursulaschule Osnabrück

Kleine Domsfreiheit 11-18
49074 Osnabrück
Telefon: 0541 - 318701
Fax: 0541 - 318711
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Schulleiterin

Daniela Boßmeyer-Hoffmann

Schulträger

Schulstiftung im Bistum Osnabrück
Domhof 2
49074 Osnabrück

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