Ursulaschule Osnabrück

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Deutsch (16)

Lesen – Schreiben – Sprechen

Indem ich in die Tastatur greife, um in relativer Muße und Zurückgezogenheit – wenn auch müde, sehr müde (von einem anstrengenden Schuljahr, so dass ich wohl nur in Etappen werde fortschreiten können), indem ich mich also anschicke, den erbetenen Artikel für den Jahresbericht dem geduldigen Computer anzuvertrauen, beschleicht mich das flüchtige Bedenken, ob ich diesem Unternehmen wegen der Vielseitigkeit des Faches Deutsch denn auch gewachsen bin. Allein, da alles, was ich mitzuteilen habe, sich einerseits aus eigenen Erfahrungen, andererseits aus vielen kultusministeriellen Vorgaben zusammensetzt, so könnte jener Zweifel höchstens den zur Verfügung stehenden Platz in der Publikation betreffen oder die Bereitschaft des geneigten Lesers, mir so lange Aufmerksamkeit zu widmen.
Der geübte Leser, sicherlich die Schülerinnen und Schüler der letzten Jahrgangsstufe 12, werden in dem Beginn meines Textes die Anleihen an Thomas Mann erkannt haben, der mit ähnlichen Worten seinen Roman „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ beginnt. Mit dem Wiedererkennen kann schon ein wesentliches Ziel des Deutschunterrichtes als erreicht gelten: Er befähigt „zur aktiven Teilhabe am kulturellen Leben“, wie u.a. in den „Einheitlichen Prüfungsanforderungen“ für das Fach Deutsch zu lesen ist. Differenzierter bestimmt das neue „Kerncurriculum für das Gymnasium“ den Bildungsbeitrag des Faches Deutsch: Der Deutschunterricht leistet einen wesentlichen Beitrag zur sprachlichen, literarischen und medialen Bildung der Schülerinnen und Schüler. In der Auseinandersetzung mit Texten und Medien und in der Reflexion sprachlichen Handelns entwickeln sie Verstehens- und Verständigungskompetenzen, die ihnen helfen, die Welt zu erfassen und eigene Positionen und Werthaltungen begründet einzunehmen. Das Fach Deutsch trägt damit zur Persönlichkeitsbildung der Schülerinnen und Schüler bei.

Was bedeutet das im Einzelnen?

1. Sprachliche Bildung:
Ohne Kommunikation funktioniert kein Zusammenleben in kleinen Gemeinschaften und gesellschaftlichen Zusammenhängen. Verständigung in mündlicher und schriftlicher Form ist daher eine Grundaufgabe des Faches Deutsch. Es geht um die Kompetenzen, sachgerecht zu  argumentieren und normgerecht zu schreiben, m.a.W. Sprache als Mittel der Verständigung verantwortungsbewusst zu gebrauchen, z. B. um Konfliktlösungsstrategien kennenzulernen und adressatengerecht sprachlich zu handeln. Das setzt auch voraus, über Sprache selbst als einem wandelbaren System und über Wirkungsweisen verschiedener Sprachebenen nachzudenken.

2. Literarische Bildung:
Literarische Texte entstammen jeweils unterschiedlichen historischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen, damit verschiedenen menschlichen Erfahrungsmustern und Weltsichten. In der Auseinandersetzung mit Literatur erhält der Leser das Erlebnis einer fiktional-künstlerischen Brechung solcher Welterfahrungen, so dass ihm selbst neue Erfahrungshorizonte eröffnet werden können, die für die Gewinnung und Bewahrung von Identität und damit für die Ich-Entwicklung unentbehrlich sind. Das wird jede „Leseratte“ erlebt haben, weil das der Grund ist, immer wieder zu guten Büchern zu greifen: Man kann sich in fremde Welten „beamen“, hier Identifikations- und Reflexionsangebote finden, um selbst zu deuten, als was man sich und die Welt versteht.

3. Mediale Bildung
Der Deutschunterricht beschäftigt sich vornehmlich mit Texten, nicht nur literarische, sondern auch Sach- und Gebrauchstexte. Angesichts der modernen Medienwelt ist es erforderlich, von einem erweiterten Textbegriff auszugehen und Produkte der Medien gleichfalls als Gegenstand des Deutschunterrichts zu verstehen. Denn im Bereich der Medien – Printmedien, Bildmedien, vor allem Fernsehen und Internet – machen junge Menschen heute vielfältige Erfahrungen, die der Reflexion und der bewussten Nutzung bedürfen. Medienprodukte sind das Ergebnis eines Gestaltungsprozesses, so dass eine Prüfung ihres Informationsgehaltes und -wertes unabdingbar ist für das Erlangen entsprechender Methodenkompetenz.

Demzufolge gliedert sich das Fach Deutsch in die vier Kompetenzbereiche „Zuhören und Sprechen“, „Schreiben“, „Lesen – mit Texten und Medien umgehen“ und „Sprache und Sprachgebrauch untersuchen“. Alle Kompetenzbereiche sind eng miteinander verknüpft, so sieht es das neue „Kerncurriculum“ vor, das die alten „Rahmenrichtlinien“ ersetzt hat. Wer Genaueres wissen möchte, findet die erwähnten Dokumente auf dem Niedersächsischen Bildungsserver (www.nibis.de). Der Deutschunterricht der gymnasialen Qualifikationsphase knüpft an die in der Sekundarstufe I erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten an und verfolgt weiterhin fachliche, fachübergreifende und persönlichkeitsbildende Ziele. Er vermittelt den Schülerinnen und Schülern ein breites Orientierungswissen über Literatur und ihre Geschichte, über Medienprodukte, Sprache und Kommunikationsprozesse und legt besonderen Wert auf Verfahren zur Erschließung von literarischen und anderen Textsorten. Damit leistet er auch in Dienstfunktion für andere Fächer einen wichtigen Beitrag zur wissenschaftspropädeutischen Aufgabe der Qualifikationsphase. Er legt so inhaltliche und methodische Grundlagen für ein Hochschulstudium und trägt dazu bei, dass die Schülerinnen und Schüler am kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Leben teilhaben können; er bestärkt sie darin, sich an den Werten der humanistischen und aufklärerischen Tradition zu orientieren.

An der Ursulaschule unterrichten das Fach Deutsch derzeit 25 Kolleginnen und Kollegen, die sich bemühen, den Unterricht abwechslungsreich zu gestalten, indem sie nicht nur analytische Verfahren sondern vielfältige handlungs- und produktionsorientierte Methoden vorsehen. So können Schülerinnen und Schüler z. B. eigene Texte nach Mustern gestalten, Texte umgestalten und weiterschreiben, kommunikationsbezogen schreiben, von einer Problemstellung ausgehend informieren und argumentieren, Problemstellungen erörtern in mündlichen Debatten oder Leserbriefen etc.
Eine besondere Aufgabe des Deutschunterrichts ist die Leseförderung. Die Lesekompetenz ist Basiskompetenz für viele andere Fächer. Hier können geeignete Unterrichtsprojekte Lesefreude und Leseinteresse wecken und fördern: Die gemeinsame Lektüre von Jugendbüchern, vor allem das literarisch anspruchsvolle Jugendbuch, aber auch das Sachbuch zu altersbezogen interessanten Themen sollen einen festen Platz im Unterricht der Schuljahrgänge 5 bis 8 haben. Darüber hinaus sind Besuche in Bibliotheken und Buchhandlungen, Autorenlesungen – im nächsten November wird wahrscheinlich Mirjam Pressler bei uns sein – und Buchvorstellungen durch Schülerinnen und Schüler vorgesehen.  Projekte wie Vorlesen in Vertretungsstunden, Lesenächte, das Führen eines Lesetagebuches, die Einrichtung einer Leseecke und anderes mehr begleiten den Deutschunterricht. Das Foto zeigt die Klassensieger unseres schulinternen Lesewettbewerbs der sechsten Klassen: Katharina Klekamp (6a), die Schulsiegerin Pauline Haarmann (6b), Maximilian Tran (6c) und Maria Voskoboynikova (6d).

Seit dem laufenden Schuljahr besuchen im Rahmen eines Modellprojektes mit dem Stadttheater alle Klassen 5-11 eine Theateraufführung im Schuljahr. Im Mittelpunkt steht das Kennenlernen aller Sparten und Spielstätten des Theaters Osnabrück. Diese Besuche werden mit der Theaterpädagogik vor- und nachbereitet. Gespräche mit Schauspielern, Dramaturgen und Regisseuren können vereinbart werden, eigenes szenisches Spiel der Schülerinnen und Schüler in Workshops ist möglich. Für den Besuch der Vorstellungen bezahlen wir einen Einheitspreis von in der Regel 7 Euro, so dass ein Schüler auch für wenig Geld einmal „in der ersten Reihe sitzen“ kann, damit Alternativen zum gewohnten Medienkonsum erfährt und zu einer Auseinandersetzung mit der Vielfalt kultureller Aktivitäten angeregt wird.

Ludger Brömlage

Am 1. Dezember in der 5. und 6. Stunde fand an unserer Schule der diesjährige Vorlesewettbewerb der 6. Klassen statt. Die Wettbewerbsreporter Paul, Jule, Emely und Hanna (alle aus der Klasse 6b) gingen schon vor der Veranstaltung durch die Aula, um einige Leute zu fragen, was sie vom Wettbewerb erwarten. Eine Befragte war Julika aus der Klasse 6d: „Ich hoffe, dass gerecht entschieden wird." Und Oliver aus der Klasse 6e sagte: „Ich erwarte, dass jemand liest und dass es dann gut wird."
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Am 18. November 2016 fand von 18 bis 21 Uhr unsere erste Lesenacht in der Bibliothek statt. Teilgenommen haben alle 27 Schülerinnen und Schüler der Klasse 5e, Bibliothekarin Frau Peuker und Frau Weisgerber.

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Am Montag, 23. Mai, hat der Erfolgsautor Dirk Reinhardt in der Aula der Ursulaschule aus seinem neuen Werk „Train Kids“ vorgelesen. Das bereits ausgezeichnete Buch beschäftigt sich mit Jugendlichen, die unter widrigsten Bedingungen von Mexiko in die USA flüchten.

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Greta Heutling hat den Osnabrücker Vorlesewettbewerb gewonnen. Die Sechstklässlerin setzte sich beim „Regionalentscheid des Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels“ im Haus der Jugend gegen gleichaltrige Lese-Talente anderer Osnabrücker Schulen durch. Die Neue Osnabrücker Zeitung hat berichtet:

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Auf 245 Seiten erzählt der Autor Dirk Reinhardt, wie ein Junge der heutigen Zeit die Geschichte einer Jugendgruppe während des zweiten Weltkriegs liest und miterlebt und was er mit dem Verfasser des Tagebuchs bespricht.

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